Eine Einsprache zum Ausbauprojekt auf dem Waffenplatz

Thun

Zum Neubau dreier Ausbildungshallen an der Allmendstrasse auf dem Waffenplatz in Thun ging eine Einsprache ein. Die Stadt begrüsst das Ausbauvorhaben.

Gegen die Neubauten an der Allmendstrasse, die einst so aussehen sollen, ist eine Einsprache eingegangen.

Gegen die Neubauten an der Allmendstrasse, die einst so aussehen sollen, ist eine Einsprache eingegangen.

(Bild: PD/VBS)

Im Rahmen der Weiterentwicklung des Waffenplatzes Thun will die Immobilienabteilung der Armasuisse an der Allmendstrasse im Abschnitt vom Kreisel bei der KVA bis zur Waldegg drei neue Ausbildungshallen mit Abstellplätzen für Fahrzeuge erstellen. Das 84 Millionen Franken teure Ausbauvorhaben ist Bestandteil des Rüstungsprogramms, das der Bundesrat dieses Jahr dem Parlament vorlegt, und wurde kürzlich öffentlich aufgelegt. Dabei ist eine Einsprache eingereicht worden.

Öffentlich wegen Grösse

Das war auf Anfrage zu erfahren von David Urech von der Abteilung Raum & Umwelt im Generalsekretariat des VBS. Dieses leitet das militärische Plangenehmigungsverfahren und ist auch die Behörde, die letztlich die Baubewilligung erteilt. In dem speziellen Verfahren, das nur bei grösseren Vorhaben – bei den drei 37,6 Meter hohen und bis zu 107 Meter langen Gebäuden ist dies der Fall – öffentlich publiziert und sonst verwaltungsintern geführt wird, werden gewisse Behörden speziell begrüsst.

Gemäss Urech sind dies Bundesfachstellen, der Kanton und hier die Stadt Thun. Diese habe sich schon früh in städtebaulicher Hinsicht einbringen können in die Planung und diese mit der Sanierung der Allmendstrasse, die soeben angelaufen ist, und den Anforderungen bezüglich Verkehr abstimmen können. Das hebt der Thuner Stadtarchitekt Florian Kühne hervor. Der Co-Leiter des Planungsamtes äussert sich lobend zum Armasuisse-Projekt.

Stadt: «Sehr gut geglückt»

Dieses sei trotz seiner grossen Dimension «sehr gut geglückt» und vermöge «ein städtebauliches Ensemble entlang der wichtigen Achse der Allmendstrasse zu entwickeln», sagt Florian Kühne. Wie er betont, sind nach der Erstellung der drei grossen Hallen Durchblicke auf die Allmend und das Bergpanorama weiterhin möglich. Die Stadt begrüsst daher das Vorhaben an sich sowie das laufende Verfahren, das zur Qualitätssicherung beitrage, wie der Stadtarchitekt festhält.

Auf der anderen Seite der Allmendstrasse auf der Kleinen Allmend steht die Genehmigung der Überbauungsordnung für das Hochhausprojekt durch den Kanton nach wie vor aus, die Vorbereitungen zur Baugesuchseingabe laufen aber, heisst es beim Planungsamt. Die Empa will ihre Zelte in Thun neu auf einer Parzelle stadteinwärts an der Allmendstrasse bei der Alpenbrücke aufschlagen. Für dieses Projekt werde derzeit ein Entwicklungspartner gesucht.

Berner Zeitung

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