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Ein Kreuz für das Fromberghorn

Das Fromberghorn erhielt ein Gipfelkreuz. Ein Zimmermann trug sein Werk zum Gipfel.

Fred Lörtscher trägt im steilen Gelände sein Gipfelkreuz auf das Fromberghorn.
Fred Lörtscher trägt im steilen Gelände sein Gipfelkreuz auf das Fromberghorn.
PD

Es ist eine wilde Gegend. Keine bequeme Bergbahn führt hier hinauf, nicht einmal ein Wanderweg. Und vielleicht ist es gerade das, was den besonderen Reiz dieses Berges ausmacht, der sonst oft im Schatten seines sehr viel bekannteren Nachbarn steht.

Die Rede ist vom Fromberghorn, dem zweiten Berg in der Niesenkette südlich des Niesen und mit 2394 Metern sogar noch ein kleines Stück höher als der pyramidenähnliche Ausflugsberg (2362 Meter über Meer). Damit ist das Fromberghorn die höchste Erhebung auf Wimmiser Gemeindegebiet und hat seit letzter Woche dem Niesen noch etwas anderes voraus: ein Gipfelkreuz.

Die Idee dazu schwirrte schon lange im Kopf von Fred Lörtscher. «Das ist mein Hausberg, so ein Kreuz da oben wäre schon schön», sagt der 42-Jährige. Die besondere Beziehung zum Fromberghorn besteht bereits seit dessen Kindheit, denn die Familie bewirtschaftet die Bündi-Alp unterhalb des Gipfels, den der Zimmermann aus Frutigen schon etliche Male bestiegen hat.

Fred Lörtscher wurde von Freunden und Bekannten begleitet. Bild: PD
Fred Lörtscher wurde von Freunden und Bekannten begleitet. Bild: PD

Als mit dem Wimmiser Manfred Hofmann ein weiterer Fan des Bergs im vergangenen Jahr seine 100. Besteigung feierte, wurde der Beschluss gefasst, das Kreuz auf dem Gipfel Wirklichkeit werden zu lassen.

Vergangene Woche war es dann so weit. Mit einer Transportseilbahn wurde das in Lörtschers Werkstatt entstandene Eichenkreuz mit einer Eisenbahnschwelle als Querbalken zunächst bis zur Bündi-Alp und Stierechumi auf 1900 Meter über Meer gebracht.

Die verbleibenden 500 Höhenmeter schulterte der Zimmermann sein Werk dann selbst. Über den steilen Südgrat trug Fred Lörtscher das 30 Kilogramm schwere und 2,30 Meter lange Kreuz bis zum Gipfel. Begleitet wurde er von Freunden und Bekannten: Roland Dänzer, Robert Rösti, Judith Joss, Ursula Eugster und Stefan Thöni.

Manfred Hofmann war natürlich auch dabei und mittlerweile das 107. Mal auf dem Fromberghorn. Den Niesen kennt der 72-Jährige übrigens auch ganz gut. Seit seiner Pensionierung vor acht Jahren hat er den Gipfel über 1000-mal bestiegen. Aber das ist eine andere Geschichte.

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