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Doppelausstellung mit Schmidt und Beranek

Zwei ganz unterschiedliche Künstler zeigen in Thun ihre Werke. Beide stellen die Frage nach der Existenz des Menschen.

Margrit Kunz
In der Galerie Hodler in Thun zeigen Pavel Schmidt (links) und Petr Beranek ihr Werke. Foto: Margrit Kunz
In der Galerie Hodler in Thun zeigen Pavel Schmidt (links) und Petr Beranek ihr Werke. Foto: Margrit Kunz

Der Titel der Ausstellung in der Kunstgalerie Hodler in Thun fasst zusammen, mit was für Themen sich die beiden Künstler beschäftigen: «dazwischen und zwischendurch – eigentlich fortwährend». Ihre Werke erschliessen sich jedoch nicht auf einen Blick. Bei Pavel Schmidt gehören Bild und Text immer zusammen; nur wer auch liest, was da steht, entschlüsselt sich das Werk. Petr Beraneks Bilder tragen alle einen Titel; dieser ist wichtig, um zu verstehen, was uns der Künstler sagen will.

Lebens- oder Todesgefahr?

Schmidt schreibt zum Beispiel, «zwischen ihm und ihr ist das Dazwischen», und das Bild zeigt, dass er damit eine Beziehung zwischen Mann und Frau meint. In mehreren Werken befasst er sich mit Fluchtwegen. Da schwingt immer die Frage mit, ob es überhaupt Fluchtwege gibt.

Vielleicht ist Flucht gar nicht möglich? Eine anderer Frage von Schmidt: Warum heisst es auf Deutsch «Lebensgefahr» und auf Französisch «Danger de Mort»? In allen Werken zeigt sich die nachdenkliche Seite von Schmidt, der unsere Welt von gestern und heute nicht rosarot sieht. Er wirkt aber im Gespräch weder traurig noch lebensmüde, sondern sehr präsent und gut aufgelegt.

Petr Beranek malt seine abstrakten Bilder in Öl oder Acryl auf Leinwand. Er zeigt seine Welt in Farbe, die Titel der Bilder zeigen, dass auch er die Gegenwart auslotet. «Aktionsräume», «Zwischen den Welten», «Weisst du, wie die Wolken schmecken» sind drei der Titel, die er seinen Werken gab.

Die Bilder beginnen immer mit einer Linie, die aber keine Gerade sein muss. Sie sind in den Farben harmonisch, wirken aber trotzdem dynamisch, eben wie «dazwischen»: zwischen Ruhe und Aktion oder zwischen hart und weich. Seine Glasskulpturen hingegen sind farbenprächtig und wirken optimistisch. Anders die Gumprints, eine von ihm erfundene Technik mit einem weichen und anschmiegsamen Material.

Zum dritten Mal in Thun

Pavel Schmidt, geboren 1956, ist in Biel aufgewachsen und lebt und arbeitet heute in Solothurn. Er ist seit 1991 freischaffender Künstler. Seine Bilder sind zum ersten Mal in Thun ausgestellt. Petr Beranek, geboren 1967 in Prag, ist in Reinach aufgewachsen und lebt und arbeitet heute in Bern und im Elsass. Er stellt bereits zum dritten Mal in der Galerie Hodler aus.

Die Ausstellung «dazwischen und zwischendurch – eigentlich fortwährend» in der Kunstgalerie Hodler an der Frutigenstrasse 46A in Thun dauert noch bis am 7. März. Sie ist von Dienstag bis Freitag von 9–12 und 13.30–18.30, am Samstag von 9–16 Uhr geöffnet. Die Galerie ist vom 17. bis 22. Februar geschlossen.

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