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Die Steuerzahler werden entlastet

Die Erizer Stimmberechtigten waren sich an der Gemeindeversammlung rasch einig: Sie senkten die Steuern ohne Wenn und Aber.

Die Zahlen sind nicht wirklich rosig. Genau 110'960 Franken fehlen der Gemeinde Eriz im Gesamthaushalt für einen ausgeglichenen Voranschlag 2020. Dies bei einem Aufwand von insgesamt 2,16 Millionen Franken. «Leider können wir kein gutes Budget präsentieren, ich glaube aber, wir können dies so angehen», sagte Gemeindeverwalterin Charlotte Küenzi an der Gemeindeversammlung.

Dennoch gab es für die 35 Anwesenden (9 Prozent der Stimmberechtigten) am Samstagnachmittag frohe Kunde. Mit der Budgetpräsentation beantragte der Gemeinderat eine Steuersenkung von 1,85 auf 1,80 Einheiten. «Diese wird uns rund 17'500 Franken kosten», meinte Küenzi und schmunzelte. Diesem Ansinnen folgten die Bürgerinnen und Bürger diskussionslos – ohne Wenn und Aber genehmigten sie den defizitären Voranschlag.

Öffentliche Sicherheit und Lehrerinnenlöhne

Zuvor legte die Gemeindeverwalterin dar, weshalb für das kommende Jahr mit einem Fehlbetrag gerechnet wird. Zwar erwartet die Gemeinde gegenüber dem Vorjahr und trotz Steuersenkung rund 39'000 Franken mehr Steuereinnahmen. Im Gegenzug steigen indes die Aufwendungen für die öffentliche Sicherheit sowie die Gehaltskosten für die Primarstufe.

Zudem stellt die Gemeinde eine Defizitgarantie von 25'000 Franken für die Feier 700 Jahre Eriz vom 7. bis 9. August 2020 bereit. Im Weiteren müssen die Erizer mit einem um ebenfalls 39000 Franken tieferen Finanzausgleich des Kantons auskommen, und sie wollen im kommenden Jahr rund 86'800 Franken in die Sanierung der Schiessstände investieren sowie über 13'000 Franken für die Notfallplanung Naturgefahren ausgeben.

Zum Budgetdefizit tragen ebenso die Spezialfinanzierungen Abfall, Wasser und Abwasser bei. Für Letztere wird ein Minus von über 23000 Franken prognostiziert. «Wenn es so weitergeht, werden die Reserven in diesem Bereich in zwei, drei Jahren aufgebraucht sein», erläuterte die Gemeindeverwalterin und prognostizierte: «Eine Gebührenerhöhung könnte sich beim Abwasser bald abzeichnen.»

Wasserverbund wird erneut ein Thema

Wie Gemeindepräsident Daniel Kropf ausführte, denken die vier Gemeinden Eriz, Wachseldorn, Oberlangenegg und Buchholterberg über einen gemeinsamen Wasserverbund nach. «Erste Gespräche haben stattgefunden», sagt er. Nicht zuletzt haben die vergangenen Trockenperioden den Anstoss gegeben, das Thema wieder aufzunehmen, obwohl die Absicht, einen regionalen Wasserverbund ins Leben zu rufen, vor einiger Zeit abgeblasen wurde.

«Wir möchten das Vorhaben möglichst rasch weiterbringen», betonte Kropf. Zumal mit den Schöriz-Quellen im Eriz, wie er gegenüber dieser Zeitung sagte, bis zu 8000 Leute mit Trinkwasser versorgt werden könnten.

Für eine weitere Amtszeit im Gemeinderat bestätigt wurden Simone Schäfer und Andreas Wanzenried.

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