Die fleissigen Bienen im Hintergrund

Thun

Noch bis am Sonntag steht Thun ganz im Zeichen des Turnens. Ohne die 2000 freiwilligen Helfer könnte das Berner Kantonalturnfest nicht funktionieren.

Ein Blick hinter die Kulissen: Wie funktionieren die freiwilligen Helfer am Berner Kantonalturnfest?
Martin Bürki@tinubuerki27

Nachdem am ersten Wochenende noch Wettkämpfe wetterbedingt hatten abgesagt werden müssen, wird auf dem Thuner Armeegelände seit Freitag wieder fleissig geturnt. Am Samstag ist für alle Beteiligten der intensivste Tag, wenn voraussichtlich insgesamt 25'000 Menschen auf das Areal des Berner Kantonalturnfests strömen.

«Kiste» mit 2000 Helfern

Einer, der vom Fest eigentlich gar nicht so viel mitkriegt, weil er sich die meiste Zeit in einer Baracke etwas abseits vom Gelände aufhält, ist Ruedi Eggimann. Er gehört dem Organisationskomitee an und ist für die Koordination der freiwilligen Helfer verantwortlich. Insgesamt 2000 Volontäre hat er an den beiden Wochenenden unter sich, am Samstag sind es alleine 600 bis 700. «So eine grosse Kiste musste ich noch nie organisieren», lacht er.

Er, sonst Projektleiter bei der Post, lacht also, ein gutes Zeichen. «Bisher läuft alles zufriedenstellend», zieht Ruedi Eggimann am Samstagmorgen eine erste Zwischenbilanz. «Ich habe mir im Vorfeld oft die Frage gestellt, ob denn wirklich auch alle Helfer zu ihrem Einsatz erscheinen.» Die Quote der Drückeberger liege aber «nur bei etwa drei bis vier Prozent.» Und dafür hat er an diesem Tag auch genug Reserve, sogenannte Springer, aufgeboten.

Unbezahlbarer Einsatz

Rund um die Uhr wuseln die Helfer in ihren türkisblauen Shirts auf dem Areal rum, bedienen hungrige Besucher in den Festzelten, geben verirrten Turnern Auskunft, wo denn ihr Wettkampf stattfindet, oder helfen beim Aufstellen der Stufenbarren. Das Tätigkeitsfeld ist breit, und ohne den ehrenamtlichen Einsatz wäre ein so grosses Fest kaum zu finanzieren für die acht Trägervereine.

So seien denn auch etwa die Hälfte aller freiwilligen Helfer mit einem Turnverein verbandelt: «Unsere Tochter ist beim TV Steffisburg, mein Mann und ich machen das ihr zuliebe», strahlt Gianna Schulthess, sichtlich zufrieden hinter dem Tresen des «Kaffee und Kuchen»-Zelts. Und Daniel Steinmann, Mitglied des TV Strättligen, findet: «Das versteht sich von selbst, dass man bei sowas aushilft.»

Einige Eindrücke von Helfern im Einsatz sehen Sie im Video oben.

langenthalertagblatt.ch/Newsnetz

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