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Der Spielplatz bleibt, wie er ist

Der Spielplatz an der Blümlisalpstrasse bleibt, das Gewerbegebiet Heimberg-Süd wird nicht eingezont: Das hat der Gemeinderat entschieden.

Der Spielplatz an der Blümlisalpstrasse in Heimberg bleibt.
Der Spielplatz an der Blümlisalpstrasse in Heimberg bleibt.
Marco Zysset

Der Spielplatz an der Blümlis­alpstrasse bleibt bestehen – das hat der Heimberger Gemeinderat beschlossen. Dass die Spielplatzfläche überbaut werden soll, war ursprünglich im Siedlungsentwicklungskonzept (SEK) vorgesehen. Jenes lag im Spätsommer der Bevölkerung zur Mitwirkung vor. Nun verabschiedete der Gemeinderat den Mitwirkungsbericht.

Neun Eingaben sind eingegangen, wie es in einer Mitteilung heisst. Drei davon stammen von Privatpersonen, die weiteren haben die Ortsparteien FDP, Grüne und SP, der Leist Obere Au, die VCS-­Regionalgruppe Thun-Oberland sowie die BLS Netz AG gemacht, wie aus dem Bericht hervorgeht. Ausser der BLS und zwei Privatpersonen, die sich dazu nicht äusserten, haben sich alle Mitwirkenden gegen die Überbauung des Spielplatzes ausgesprochen. Dies, weil die Spielfläche rege genutzt werde und öffentliche Freiräume mit der zunehmenden Verstädterung an Bedeutung gewinnen würden.

Die Gemeinde reagiert auf die Eingabe: «Die Umzonung entspricht zwar dem übergeordneten Ziel der Siedlungsentwicklung nach innen, aus realpolitischen Überlegungen wird aber darauf verzichtet», heisst es im Mitwirkungsbericht.

Die Blümlisalpstrasse ist nicht das einzige Gebiet, das bei den Mitwirkenden Aufsehen erregte. VCS, Grüne und SP forderten, dass auf die Einzonung an der Alpenstrasse verzichtet werde, um die Fruchtfolgefläche zu schützen. Hier jedoch habe die Entwicklung nach innen Priorität, schreibt der Gemeinderat im Bericht. Die Fruchtfolgefläche sei bereits jetzt zwischen Bauzonen eingeklemmt. Das Füllen der Baulücke an dieser Stelle ergebe Sinn.

Beim Gewerbegebiet Heimberg-Süd jedoch gibt der Gemeinderat den Mitwirkenden recht. Jene wünschten sich eine Verdichtung des Gewerbegebietes Nord und wollten auf eine Überbauung im Süden verzichten. «Die Einzonung Gewerbe Heimberg-Süd wird im Rahmen dieser Ortsplanungsrevision nicht mehr weiterverfolgt», heisst es im Bericht. Stattdessen wolle man im Norden verdichten und aktivieren. Offen zeigt sich die BLS, was das Gebiet «Ortskern Station» betrifft: Sie stehe einer möglichen Bebauung der Bahnhofparzelle offen gegenüber. Der Gemeinderat will dies prüfen.

Keine Verkehrsproblematik

Der VCS, der Leist Obere Au und die Grünen befürchten, dass mit dem Siedlungswachstum auch die Verkehrsbelastung von Heimberg zunehmen könnte. Die Mitwirkenden bezweifeln, dass die vorhandene Infrastruktur dafür genüge, und schlugen vor, den Langsamverkehr zu fördern und eventuell sogar den motorisierten Verkehr zu beschränken. Hier sieht der Gemeinderat keinen Handlungsbedarf: Es handle sich beim Verkehrsproblem in erster Linie um ein regionales, von dem Heimberg vor allem durch den Autobahnzubringer betroffen sei. Die Entwicklung nach innen, wie sie das SEK vorsieht, werde auf die vorhandene Infrastruktur abgestimmt, und Gebiete mit guten ÖV-Anbindungen priorisiert.

Wachstum: Gering

Das moderate Wachstum, das der Gemeinderat für Heimberg in den kommenden Jahren vorsieht, wird unterschiedlich bewertet. Die FDP etwa hält das Vorgehen der Gemeinde für zu zögerlich: Es seien weitere Einzonungen notwendig. Die SP spricht sich dagegen aus. Aus der Bevölkerung seien Stimmen laut geworden, die keine neuen Bauzonen mehr wünschten, und der kantonale Richtwert, der ein Wachstum der Gemeinde von 11 Prozent bis 2030 vorsehe, sei zu hoch.

Der Gemeinderat hält an seinen bisherigen Aussagen fest: Es werde von einem geringen Wachstum ausgegangen, die vorgesehenen 11 Prozent bis in zwölf Jahren würden vermutlich nicht erreicht. Dies hänge jedoch auch stark von der Bautätigkeit von Privaten auf den bestehenden Baulandreserven ab.

Zu den Zonen mit Planungspflicht (ZPP) wünschen sich namentlich der VCS, die Grünen und die SP Präzisierungen zu den vorgesehenen öffentlichen Freiräumen – diese sollen attraktiv gestaltet werden –, zur Erschliessung und zum Thema Energie: Die neuen Gebäude sollen nachhaltig gebaut werden, und es sollen wenn möglich erneuerbare Energien genutzt werden.

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