Der «beste Kenner der Geschichte von Strättligen» ist gestorben

Er war als Lokalhistoriker bekannt und gewann im Jahr 2'000 den Thunpreis. Nun ist Louis Hänni 92-jährig gestorben.

Louis Hänni, der im Jahr 2000 den Thunpreis bekam.

Louis Hänni, der im Jahr 2000 den Thunpreis bekam.

(Bild: PD)

Erst zum dritten Mal wurde im Jahr 2'000 der Thunpreis verliehen, mit dem die Stadt in unregelmässigen Abständen Persönlichkeiten auszeichnet, die sich besonders für die Allgemeinheit engagieren.

Die Ehre fiel damals den beiden Lokalhistorikern Peter Küffer und Louis Hänni zu. Der damalige Stadtpräsident Hansueli von Allmen bezeichnete Hänni als «besten Kenner der Geschichte und Entwicklung von Strättligen». Kürzlich ist Hänni in seinem 93. Lebensjahr gestorben.

«In den letzten drei Jahren hatte eine zunehmende Demenz seinen kritischen Geist in eine eigene Welt befördert», schreibt Hännis Sohn Stefan in einem Nachruf. «Dennoch blieb ihm bis fast zum Schluss die Gnade der Dankbarkeit, die er seiner getreuen Ehefrau und den Familienmitgliedern zum Ausdruck zu bringen vermochte.»

Standardwerk «Strättligen»

Seinen Ruf als profunden Kenner der ehemals selbstständigen Gemeinde Strättligen festigte Louis Hänni vor allem auch mit der Monografie «Strättligen» – einer Publikation, die bis heute als Standardwerk bezeichnet werden kann. Im Auftrag der Stadt konnte Hänni zudem diverse Strassen benennen – etwa die Von-May- oder die Bostudenstrasse. So bewahrte er alte Familien- und Flurnamen vor dem Vergessen.

Vielfältiges Engagement

Weiter setzte er sich als Präsident der Schulkommission Allmendingen, als Mitglied des Burgerrates Strättligen und des Leistvorstandes Neufeld sowie als Mitglied des Grossen Kirchenrates der Gesamtkirchgemeinde Thun für die Allgemeinheit ein. Während 35 Jahren war er Lehrer an der Gewerblichen Berufsschule Thun.

Louis Hänni stammte selber aus einem alten Strättliger Burgergeschlecht – der Hännisweg zwischen Gwatt- und Schorenstrasse geht darauf zurück.

mik

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