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Das Panorama-Dorf soll belebt werden

Die Bevölkerung diskutierte Visionen und konkrete Schritte zur Belebung des Beatenberger Ortsteils Spirenwald.

Visionen gesucht: Der Beatenberger Ortsteil Spirenwald soll aufgewertet und belebt werden.
Visionen gesucht: Der Beatenberger Ortsteil Spirenwald soll aufgewertet und belebt werden.
Monika Hartig

«Unser Dorf ist wunderschön, mit toller Aussicht, ruhig und naturnah. Doch in den Ortskernen sieht man Hotelruinen, Lädelisterben, starken Durchgangsverkehr und unattraktive Fusswege», findet Gemeindepräsident Roland Noirjean. Der Gemeinderat von Beatenberg will die Entwicklung des Dorfs vorantreiben und die Ortskerne beleben.

Dazu fand am Freitag im Kongresssaal ein öffentlicher Workshop mit etwa 90 Teilnehmern statt. Diskutiert wurde, wo Beatenberg 2035 stehen soll und mit welchen konkreten Massnahmen man diese Ziele erreichen will. Frühere Anläufe für Optimierungen versandeten jeweils rasch. Das soll sich ändern: Fachlich unterstützt wird die Gemeinde bei der Ortsentwicklung von der Beraterfirma IC Infraconsult AG in Bern.

Entwicklung früher – heute

Referent Daniel Studer sprach von den touristischen Anfängen Beatenbergs zur Zeit der Belle Epoque oder zur Nachkriegszeit: «In den Siebzigerjahren waren viele Bergorte sehr beliebt. Dazumal erbaute man das Hotel Dorint. Die Impulse aus dieser Zeit prägen das Ortsbild bis heute.» Dies sei die Grundzutat, die weiter zu entwickeln sei. Anfangen will man damit im Ortskern Spirenwald, der sich vom Schoren bis etwa zur Kirche hinzieht.

Die wichtigsten Brennpunkte: Tourismus (Parkhotel), öffentlicher Raum (Wydiparkplatz), Immobilien wie Jungfrau und Beauregard, die Strassen mit Läden, das Mehrzweckgebäude mit Hallenbad und Energie/Fernheizung. Noirjean fragte die Anwesenden: «Wollt ihr zum Beispiel, dass aus dem Wydiparkplatz ein schöner Dorfplatz wird? Wärt ihr als Steuerzahler bereit, Jungfrau und Beauregard für eine Million Franken zu kaufen? Denn abbrechen kann man die Häuser nicht.» Als Diskussionsgrundlage diente eine neue Broschüre, die vom Gemeinderat erarbeitete strategische Schwerpunkte und Stossrichtungen vorgibt.

«Beatenberg der Zukunft»

Die Workshopteilnehmer sollten ihre Ideen und Visionen für die Zukunft des Bergdorfs präsentieren: zu Themen wie öffentliche Begegnungen, Verkehrssituation, Förderung von neuem Gewerbe und Dienstleistungen oder neue Aktivitäten und Events. Moderiert wurden die Gruppendiskussionen von den Gemeinderatsmitgliedern. Die Bevölkerung wünscht sich etwa einen zentralen begrünten Treffpunkt mit Brunnen, Bänken und einladendem Ambiente. Ruhe und Erholung im Dorf sollten aktiver beworben werden, insbesondere für Senioren.

Wiederkehrende Anlässe wie ein Märit oder Drachenfeste sollen Gäste anziehen. Auch ein Erlebnispark für die Jugend wäre ein Magnet. Die Flanierzone mit Läden und Hotels soll in kleinen Schritten, die sich rasch umsetzen lassen, aufgewertet werden. Gewünscht wird auch, dass Energiemassnahmen wie etwa Solarpaneele gefördert und private Akteure mehr unterstützt werden. Wichtig fände die Einwohnerschaft einen Wärmeverbund mit regionalem Holz und einen Holzumschlagplatz.

Strassen und Verkehr

Die Dorfstrassen sollen fussgängerfreundlicher gestaltet und die Strassenränder zur Sicherheit bei Nebel mit Leitlinien markiert werden. Etliche Einwohner wünschen sich einen Shuttlebus vom Ortsteil Waldegg bis zur Station Niederhornbahn. Die Postautos sollten morgens früher und ganztags im Halbstundentakt fahren. Auch der Cartourismus soll gefördert werden.

Gemeindepräsident Noirjean: «Es sind etliche neue Ideen dabei.» Auf der Gemeindewebsite können ab dem 2. Dezember Interessierte an einer Umfrage zum Thema teilnehmen. Die Ergebnisse sollen später kommuniziert und die besten Vorschläge zeitnah umgesetzt werden. «Solange ich Gemeindepräsident bin, werden diese Ideen nicht versanden», versprach Roland Noirjean den Anwesenden.

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