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Betrieb KKThun: Stadt hält sich alle Optionen offen

Die Stadt will die Betriebsführung für das KKThun neu ausschreiben, sich gleichzeitig aber auch andere Optionen offenhalten.

Im Zentrum der Diskussion des Thuner Stadtrats stand einmal mehr das KKTHun.
Im Zentrum der Diskussion des Thuner Stadtrats stand einmal mehr das KKTHun.
Patric Spahni

«Das KKThun ist ‹too big to fail›», meinte Gemeinderat Roman Gimmel (SVP) zu Beginn der Diskussion zum Thuner Kultur- und Kongresszentrum an der Seestrasse. Gleich zwei Interpellationen, eine von der SVP/FDP-Fraktion und die andere von der SP-Fraktion, beschäftigten sich mit dem KKThun.

Gimmel erinnerte an die im Juli 2015 vom Stadtrat genehmigte Leistungsvereinbarung mit den Betreibern des KKThun und die Bewilligung eines jährlichen Beitrags der Stadt von total 615 000 Franken. Dieser Vertrag läuft noch bis Ende 2019. «Dieser Vertrag ist vielleicht nicht perfekt, er brachte aber gegenüber der vorherigen Lösung eine wesentliche Vereinfachung», betonte Roman Gimmel.

Dem stimmte auch Lukas Lanzrein (SVP) zu. Ein Problem und den Grund für andauernde Kritik von Veranstaltern sah er in der Doppelfunktion der Eclipse AG, welche das KKThun betreibt. Die Firma vermietet nicht nur die Räumlichkeiten, sondern auch noch die technischen Installationen. Zudem fehle die Transparenz bei den Kosten, fand Lanzrein. Die vom Gemeinderat aufgelisteten Gesamtkosten von jährlich 1,8 Millionen Franken seien eventuell noch höher. Ziel müsse es sein, bei der Erneuerung des Vertrags ab 2020 die Beiträge der öffentlichen Hand zu reduzieren.

Mehr Einfluss für Stadt

Auch die SP sorgte sich um das KKThun. Der Betrieb laufe nicht rund, fand Katharina Ali-Oesch. «Es fehlt das Gesicht, welches das KKThun gegen aussen vertritt», so Ali. Anfang Jahr hatte die KKThun AG die Eclipse AG damit beauftragt, nebst der Technik auch die operative Führung des Zentrums zu übernehmen. Damit seien Interessenkonflikte naheliegend, meinte Ali. Künftig müsse die Stadt Thun wieder mehr Einflussmöglichkeiten beim KKThun haben.

Denkbar sei, dass die Stadt selber einen Geschäftsleiter anstelle. Die Fraktion der Mitte zeigte sich zufrieden damit, dass die Ausschreibung für den neuen Vertrag bereits jetzt angestossen werde. «Wir müssen aber auch der heutigen Crew eine Chance geben», fand Manfred Locher (EDU). Reto Kestenholz (Grüne) meinte, dass bei den künftigen Verträgen mehr Transparenz nötig sei.

Günstigere Variante suchen

Roman Gimmel bekräftigte, dass eine Neuausschreibung für den Betrieb des KKThun ab dem Jahr 2020 beabsichtigt ist. «Wir wollen uns aber auch andere ­Varianten offenhalten», so Gimmel. Zudem sei der Gemeinderat bestrebt, eine für die Stadt günstigere Variante zu finden. Auch die geforderte Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit sei wünschenswert. Dass es bei der heutigen Lösung Interessenkonflikte geben könne, sei nicht zu leugnen.

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