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Auch die «anderen» im Auge behalten

Der Kommentar von Redaktor Svend Peterenell zur Wahl ins Gemeinderatspräsidium in Zweisimmen.

Er hat verloren. Aber immerhin die Gemeinde aufgemischt. Hans-Jörg Pfister will eine lebendige Demokratie und mag es nicht, wenn mit stillen Wahlabkommen etwas durchgewinkt wird, zu dem die Bevölkerung nichts zu sagen hat. Weil sonst niemand aufzutreiben war, ist der langjährige ehemalige Grossrat nun selber angetreten, um Beatrice Zeller das Gemeinderatspräsidium streitig zu machen. Im Wissen, dass das mit 73 Jahren sehr schwer werden wird. 483 Personen scharte er hinter sich. Zu wenig, um seiner Kontrahentin (681 Stimmen) richtig gefährlich zu werden. Aber doch genug, um ein Zeichen zu setzen, dass sich nicht wenige in der Gemeinde mehr Bewegung, Ungebundenheit und Direktheit in der Führungscrew wünschen.

Diesen Ball wird auch die Gewinnerin aufnehmen müssen. Denn die Kontinuität und Erfahrung, die Beatrice Zeller als mehrjährige Gemeinderätin vertritt, ist zwar ein verlässliches Siegel. Und auch ein eingespieltes Team, das sich zum Wohl der Bevölkerung einsetzt – gerade in der Frage der gesundheitlichen Grundversorgung –, steht gut an.

Beatrice Zeller und der Gemeinderat müssen aber die Fühler ausfahren und auch jene wahrnehmen, die hadern. Die neue Gemeinderatspräsidentin mit ihrem idealen Alter (53) ist gut vernetzt und wird erwägen, wo sie allenfalls eine Funktion abgibt. Und mit ihrer geplanten Sprechstunde schafft sie eine Plattform, um auch den «anderen» zuzuhören.

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