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Als Bern dem Schloss einen Hut aufsetzte

Thun

Der Dachstuhl des Schlosses Thun ist ein Zeitzeuge mittelalterlicher Zimmermannskunst. Die neue Multimediastation «Vom Baumstamm zum Bauwerk» vermittelt nun ein tieferes Verständnis dafür.

Museumsleiterin Yvonne Wirth freuts: Mit dem Lichtpult (im Hintergrund), welches Geschichten zum Dachstock des Schlosses erzählt und mit welchem die Besucher diesen auch beleuchten können, erhält die Dauerausstellung ihr letztes Puzzleteil. Foto: Patric Spahni

Museumsleiterin Yvonne Wirth freuts: Mit dem Lichtpult (im Hintergrund), welches Geschichten zum Dachstock des Schlosses erzählt und mit welchem die Besucher diesen auch beleuchten können, erhält die Dauerausstellung ihr letztes Puzzleteil. Foto: Patric Spahni

Mit Entstehung der Zünfte entwickelte sich im Mittelalter die Profession des Zimmermanns zu einem anerkannten Beruf. Denn nahezu alle Männer beherrschten damals die Grundlagen des Zimmerns, da sie ihre Häuser und Hütten in der Regel selbst bauten.

Aus Friedrich Schillers «Wilhelm Tell» kennen viele den Ausspruch «Die Axt im Haus erspart den Zimmermann». Doch im Schloss Thun werkelten wahre Meister.

Die Kunst, zu sägen, zu hauen, zu schlichten und Holznägel zu ziehen, erforderte nicht nur beachtliche Muskelkraft. Vielmehr kannte der Zimmermann sein Werkzeug und vor allem die Beschaffenheit seines Werkstoffs in allen Facetten.

Heute ist es üblich, Metall in Baukonstruktionen zur Stabilisation zu verwenden. Ein Material, welches im Mittelalter gänzlich fehlte. Vielmehr bearbeitete der Zimmermann das Holz, um in einer Art Steckkonstruktion einem Dachstuhl ein jahrhundertelanges Leben zu geben.

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