Ab Ende November werden die Spielfelder erstellt

Thun

Fast 70 Prozent Ja: Die Stimmberechtigten genehmigten die beiden zusätzlichen Spielfelder für den Breitensport neben der Stockhorn-Arena. Erste Arbeiten laufen bereits, ­offizieller Baustart ist Ende November.

Hier werden die Rasenplätze gebaut. Links im Bild die Stockhorn-Arena, rechts das Panorama-Center.

Hier werden die Rasenplätze gebaut. Links im Bild die Stockhorn-Arena, rechts das Panorama-Center.

(Bild: Patric Spahni)

Seit Jahren wird über zusätzliche Sportplätze in Thun-Süd debattiert – seit Sonntag ist klar, dass zwei Kunstrasenfelder gebaut werden können: Mit 7412 Ja (69,9 Prozent) zu 3195 Nein (30,1 Prozent) genehmigten die Thunerinnen und Thuner den Verpflichtungskredit von 3,7 Millionen Franken und den Baurechtszins von jährlich 114 780 Franken. Die Stimmbeteiligung betrug 33,8 Prozent.

Bauvorsteher Konrad Hädener (CVP) sprach am Sonntag vor den Medien von einem «grossen Geschenk an den Breitensport in unserer Stadt». Er lobte die gute Zusammenarbeit mit der Genossenschaft Migros Aare – sie hatte es ermöglicht, dass die Stadt die Baubewilligung für die Spielfelder übernehmen konnte.

IG brachte Ball ins Rollen

Zudem überreichte Hädener ­ver­bal Blumen an die 2016 gegründete Interessengemeinschaft (IG) Rasenspielfelder Thun-Süd mit den Sportvereinen FC ­Allmen­dingen, FC Dürrenast, FC For­tuna, FC Lerchenfeld, FC Rot-Schwarz, Verein FC Thun, Thun Tigers (American Football) sowie TV Thun Rugby: «Sie hat den Ball ins Rollen gebracht.» Dieser Steilpass sei vom Gemeinderat aufgenommen worden – so habe gerade noch rechtzeitig ein Projekt ausgearbeitet werden können.

Zur Erinnerung: Anfang ­August wäre die Baubewilligung verfallen. Deshalb fanden bereits erste Aushubarbeiten statt, die auch bei einem Nein der Stimmberechtigten und der daraus folgenden Renaturierung nötig geworden wären.

Der offizielle Baubeginn für die Spielfelder soll nun in der zweiten Hälfte des November erfolgen, die Verlegung des Rasens im Mai/Juni 2019, die Einweihung im Juli 2019. Laut Hädener werden im Winter auf den Kunstrasenplätzen Mannschaften trainieren, die dies bisher fast ausschliesslich in Hallen taten. Entsprechend würden die Hallen entlastet.

Gemeinsam etwas erreichen

Gross ist die Freude auch bei der IG Rasenspielfelder Thun-Süd: «Ich bin sehr froh, dass unsere Arbeit nach zweieinhalb Jahren zu einem positiven Resultat geführt hat», sagte Peter Fahrni, Sportchef des FC Allmendingen und Sprecher der IG, gegenüber dieser Zeitung. Er betonte die ­gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten – einerseits mit der Stadt, der Burgergemeinde und der Migros, andererseits aber auch innerhalb der IG. «Das zeigt, dass man gemeinsam etwas erreichen kann!»

«Mit den zusätz­lichen Spielfeldern ist der Grundstein für den Sportcluster gelegt.»Gemeinderat Konrad Hädener

Die Vorfreude auf den Sommer 2019, wenn die Spielfelder erstmals genutzt werden können, sei gross. Ganz beendet ist die Arbeit der Interessengemeinschaft allerdings nicht. «Die IG bleibt sicher während der Bauzeit bestehen», betont Peter Fahrni. Einerseits werde sie allenfalls Wünsche anbringen, andererseits der Stadt beratend zur Seite stehen. Und schliesslich werden die IG-Vertreter die Verteilung der Trainingszeiten gemeinsam mit der Stadt ausknobeln.

«Grundstein für Sportcluster»

Gemeinderat Konrad Hädener verwies weiter auf die Diskussionen am letzten Donnerstag im Stadtrat um die Sanierung der Kunsteisbahn Grabengut und einen möglichen Sportcluster in Thun-Süd: «Dieser Teil der Burgerallmend soll für Sport reserviert werden.»

Das heisse aber nicht, dass die Stadt nur noch dort Sportanlagen betreiben werde. Klar sei aber: «Mit den zusätzlichen Spielfeldern ist der Grundstein für den Sportcluster gelegt.»

Thuner Tagblatt

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