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110 Personen wegen Hochwasser evakuiert

Seit Freitagmittag läuft der Gletschersee Faverges auf der Plaine Morte aus. In der Folge führten der Trübbach und die Simme Hochwasser. Vorsorglich wurden an der Lenk rund 110 Personen evakuiert.

Die Brücke über die Simme in Lenk erweist sich für die Wassermassen als Hindernis. Sie muss vom Schwemmholz befreit werden.
Die Brücke über die Simme in Lenk erweist sich für die Wassermassen als Hindernis. Sie muss vom Schwemmholz befreit werden.
Leserbild 20 Minuten

«Die Simme ist teilweise über die Ufer getreten», sagte am Freitagabend Lenks Gemeindepräsident René Müller auf Anfrage.

Um circa 13 Uhr hatten Überwachungsanlagen Alarm ausgelöst. Grund ist die Entleerung des Gletschersees Faverges auf Plaine Morte. Der Pegel von Trübbach und Simme seien in der Folge um circa 17 Uhr sprunghaft angestiegen, ergänzte Müller die Medienmitteilung der Gemeinde Lenk.

Bis 50 Kubikmeter Wasser

Bei normalen Abflussmengen könne die Simme problemlos 28 Kubikmeter Wasser «schlucken», sagte Müller. «In diesem Fall wurden aber rund 50 Kubik gemessen», so Müller weiter. Man habe unverzüglich gehandelt und vorsorglich den Campingplatz Hasenweide, das Restaurant Simmenfälle und Teile der Bäuert Oberried evakuiert.

«Die rund 110 Personen sind in die Unterkünfte des Kurs- und Sportzentrums Lenk gebracht worden.»

René Müller, Gemeindepräsident Lenk

«Die rund 110 Personen sind in die Unterkünfte des Kurs- und Sportzentrums Lenk gebracht worden», sagte Müller. Eine akute Bedrohung für den Rest der Bevölkerung bestehe derzeit nicht, beruhigte Müller am Freitagabend.

Die rund 40 Angehörigen der Feuerwehr Lenk und auch Teile der Feuerwehr St. Stephan stünden die ganze Nacht im Einsatz und würden die Hochwasser­situation konstant überprüfen.

Nähe des Gewässers meiden

Bewohner und Gäste werden gemäss der Medienmitteilung «unbedingt aufgefordert», Gewässerräume und Brücken zu meiden und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten. Zudem empfehlen die Verantwortlichen, auf eine Fahrt an die Lenk zu verzichten, wenn dies nicht unbedingt erforderlich sei. Die Zufahrt in die Bäuert Oberried wurde gesperrt.

Die Gemeinde will im Verlauf des Samstags über die Hochwassersituation informieren und damit die Bevölkerung auf dem Laufenden halten, sagte Gemeindepräsident René Müller weiter.

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