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Umzonung Weststrasse Süd ist vom Tisch

10317 Nein gegen 5799 Ja: Die Zonenplanänderung Weststrasse Thun Süd fand bei einer deutlichen Mehrheit der Thuner keine Zustimmung. Stadtpräsident Raphael Lanz sieht «eine gewisse Wachstumsmüdigkeit».

Um dieses Stück Land südlich der Arena Thun drehte sich die Abstimmung. Eine Mehrheit des Thuner Stimmvolks will hier keine Umzonung.
Um dieses Stück Land südlich der Arena Thun drehte sich die Abstimmung. Eine Mehrheit des Thuner Stimmvolks will hier keine Umzonung.
Patric Spahni

Es war fast symbolisch. Vor Beginn der Pressekonferenz der Stadt Thun zur Abstimmung über die Zone mit Planungspflicht Weststrasse Süd fielen die Namensschilder der anwesenden Gemeinderatsmitglieder Raphael Lanz (SVP) und Marianne Dumermuth (SP) zu Boden. Gebodigt wurde auch die Vorlage des Gemeinderats: 64 Prozent der Thunerinnen und Thuner sagten Nein zur Umzonung an der Weststrasse, vis-à-vis der Arena. Dies bei einer äusserst hohen Stimmbeteiligung von 51 Prozent. Diese Zahl sei erfreulich, hielt Stadtpräsident Lanz fest: «Die getroffenen Entscheide haben eine hohe demokratische Legitimation. Es ist sinnvoll, wenn die Politik klare Leitlinien erhält.» Lanz schlug den Bogen zu anderen Urnengängen, bei denen es hohe Zustimmung gegen Überbauungspläne gegeben habe: Schadaugärtnerei in Thun oder Des Alpes in Interlaken – aber auch die Zweitwohnungsinitiative. «In diesem Gesamtzusammenhang sehe ich eine gewisse Wachstumsmüdigkeit», sagte Lanz. In einigen Bereichen habe das Wachstum ein Ausmass angenommen, bei dem offenbar viele ein ungutes Gefühl erhielten. Am Resultat der Thuner Abstimmung gebe es nichts zu kritisieren: «Es ist richtig, dass die Politik nicht macht, was eine Mehrheit nicht will.» Enttäuscht sei er in diesem Sinne nicht.

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