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Übergangslösung für Gstaader Bergbahnen kommt vors Volk

Am 12. Dezember stimmen die Bürger von Saanen über eine Zwischenlösung für den Betrieb der Gstaader Bergbahnen ab. Insgesamt knapp 13 Millionen Franken sollen die Bürger bewilligen.

Hoffen auf  möglichst viele glückliche Gäste: Die  wieder- und die neu gewählten Verwaltungsräte der Gstaader Bergbahnen (v.l.) Erik Söderström (bisher), Jan Brand, Präsident Emanuel Raaflaub, Christian Witschi (bisher), Matthias Matti und Roland Zegg. (Dezember 2014)
Hoffen auf möglichst viele glückliche Gäste: Die wieder- und die neu gewählten Verwaltungsräte der Gstaader Bergbahnen (v.l.) Erik Söderström (bisher), Jan Brand, Präsident Emanuel Raaflaub, Christian Witschi (bisher), Matthias Matti und Roland Zegg. (Dezember 2014)
Markus Hubacher
Die Bergbahnen Gstaad vor ungewisser Zukunft: Am 12. Dezember 2014 sollen die Bürger der Gemeinde Saanen über einen 13-Millionen-Kredit für die Bergbahnen und eine Steuererhöhung abstimmen.
Die Bergbahnen Gstaad vor ungewisser Zukunft: Am 12. Dezember 2014 sollen die Bürger der Gemeinde Saanen über einen 13-Millionen-Kredit für die Bergbahnen und eine Steuererhöhung abstimmen.
Marius Aschwanden
Die Saanerslochbahn wurde bis heute nicht erneuert, obschon dies bereits im Konzept «Konzentration» vorgesehen war. In allen drei neuen Konzepten ist eine Erneuerung ebenfalls vorgesehen – jedoch in unterschiedlicher Ausführung.
Die Saanerslochbahn wurde bis heute nicht erneuert, obschon dies bereits im Konzept «Konzentration» vorgesehen war. In allen drei neuen Konzepten ist eine Erneuerung ebenfalls vorgesehen – jedoch in unterschiedlicher Ausführung.
zvg
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Die Bürger der Gemeinde Saanen stimmen schon bald erneut über finanzielle Hilfe für die Gstaader Bergbahnen ab: Am 12. Dezember legt ihnen der Gemeinderat eine Übergangslösung zur Sicherstellung des Betriebs in diesem Winter vor.

Diese Zwischenlösung sieht vor, dass die Gemeinde den Bergbahnen Destination Gstaad (BDG) AG ein Darlehen erlässt und zwei Jahrestranchen Subventionen gemäss dem Konzept Konzentration überweist.

Insgesamt 12,9 Millionen Franken sollen die Bürger der Gemeinde Saanen bewilligen, Kosten für die weiteren Projektarbeiten zur Sanierung der BDG inbegriffen. Das teilte die Exekutive der Gemeinde Saanen, zu der die Ortschaft Gstaad gehört, am Donnerstag mit.

Diesem Antrag des Gemeinderats an die Bürger ging laut der Mitteilung «eine intensive Gesprächsrunde mit diversen Anspruchsgruppen» voraus. Gemeint sind die Hoteliers, Gstaad-Saanenland Tourismus, Skischulen, Sportgeschäfte, der Gewerbeverein, die sogenannte Spitzhornrunde und die BDG selbst.

In einer Konsultativabstimmung hiessen diese Anspruchsgruppen die Übergangslösung gut. An einer der nächsten Gemeindeversammlungen will dann der Gemeinderat von Saanen ein neues Restrukturierungsprogramm für die langfristige Sanierung der BDG vorlegen.

Erstes Sanierungsprogramm abgelehnt

Am 24. Oktober hatten Saanens Bürger an einer von fast 1000 Personen besuchten ausserordentlichen Gemeindeversammlung ein umfassendes Restrukturierungsprogramm des Gemeinderats für die BDG abgelehnt.

Diese sogenannte «Eignerstrategie» des Gemeinderats sah vor, dass Saanen in den nächsten Jahren im Umfang von etwa 45 Millionen Franken auf die Rückzahlung von Darlehen verzichtet respektive neue Verpflichtungen zugunsten der BDG AG eingeht. Der Gemeinderat betonte, bei einem Ja zur Eignerstrategie müssten die Steuern erhöht werden.

Die Bürger genehmigten stattdessen den Rückweisungsantrag eines Bürgers mit dem Auftrag an den Gemeinderat, eine «konsequente Sanierung» der BDG anzupacken und ein Bergbahnangebot auszuarbeiten, «welches den Ansprüchen der Destination Gstaad-Saanenland entspricht». Der Antrag kam von der nach ihrem Treffpunkt in einem Hotel benannten Bürgergruppe mit dem Namen «Spitzhornrunde».

Da nun all diese Anspruchsgruppen hinter der Übergangslösung stünden, gehe er von einem Ja zum Antrag des Gemeinderats am 12. Dezember aus, sagte auf Anfrage Saanens Gemeindepräsident Aldo Kropf. Wenn ein Nein resultiere, sehe er die Zukunft der BDG AG als akut gefährdet an.

Auf die Frage, ob auch für die Finanzierung der Übergangslösung eine Steuererhöhung nötig sei, sagte Kropf, die Gemeinde veröffentliche in der kommenden Woche die Erläuterungen zum Budget 2015. Es kommt ebenfalls am 12. Dezember vors Volk. Er wolle diesen Erläuterungen nicht vorgreifen.

Die BDG sind eine Gesellschaft, bei der verschiedene Gemeinden der Region die Aktienmehrheit halten. Die Gemeinde Saanen ist mit 31,7 Prozent der Aktien die Gemeinde mit dem grössten Aktienbesitz. Nach dem Entscheid vom 24. Oktober teilten die BDG mit, die Wintersaison 2014/15 sei nicht gefährdet.

Gespräche über Verwaltungsrat gehen weiter

Auch die Bildung eines neuen Verwaltungsrats für die BDG wurde mit den Anspruchsgruppen diskutiert. Diese Gespräche seien noch nicht abgeschlossen, heisst es in der Mitteilung. Der BDG-Verwaltungsrat soll an der Generalversammlung der Bergbahngesellschaft am 22. November neu bestimmt werden.

SDA/tag

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