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Tourismus-Direktor Seifritz wechselt zur Reka

Nach 13 Jahren verlässt Direktor Roger Seifritz Gstaad Saanenland Tourismus (GST). Er wird per 1. Mai 2011 die Geschäftsleitung der Schweizerischen Reisekasse (Reka) übernehmen. Die Nachfolge ist noch nicht geregelt.

Er verlässt Gstaad Saanenland Tourismus: Roger Seifritz vor seinem Arbeitsplatz in Gstaad.
Er verlässt Gstaad Saanenland Tourismus: Roger Seifritz vor seinem Arbeitsplatz in Gstaad.
Archiv BO/Bruno Stüdle

«Roger Seifritz wird per Ende März 2011 als Direktor von GST ausscheiden und anschliessend die Funktion des CEO der Schweizerischen Reisekasse Reka übernehmen.» Das teilte Gstaad Saanenland Tourismus gestern per Communiqué mit. «Unser Tourismusdirektor geht nach 13 Jahren in bestem Einvernehmen und nicht wegen irgendwelcher Unstimmigkeiten», stellte GST-Präsident Andreas Hurni auf entsprechende Nachfrage dieser Zeitung klar.

Neue Herausforderung

Roger Seifritz, 48-jährig, dem sein Abgang wegen der vielen tollen Erfahrungen und Leuten «weh»-tut, begründete seinen Wechsel zur Reka am Telefon so: «Nach 13 Jahren in der gleichen Funktion und in meinem Alter muss man sich irgendwann mal fragen, ob man als altgedienter Kurdirektor in Pension gehen oder ob man für den Rest des Arbeitslebens noch etwas Neues anpacken will.» Bei GST führe und organisiere er ein kleines Unternehmen, beim neuen Arbeitgeber könne er neue Ideen verwirklichen und ein eigenes Produkt an vorderster Front weiter profilieren. Eine solche Herausforderung habe er sich gewünscht und jetzt durch eine glückliche Fügung auch erhalten. Sein Vorgänger bei der Reka, Werner Bernet, geht im nächsten Frühjahr in Frühpension.

Bedauern und Verständnis

«Für mich kam die Kündigung von Herrn Seifritz nicht überraschend», sagte Andreas Hurni. Mit 13 Amtsjahren gelte Herr Seifritz als Urgestein in der Branche. Da sei es absehbar, dass ein Mann mit seinen Qualitäten irgendwann eine neue Herausforderung annehme, begründet Hurni seine Nichtüberraschung und sein Verständnis für den Abgang des Tourismusdirektors. Herr Seifritz habe den Vorstand vor einer Woche informiert. Das Gremium «bedauert das Ausscheiden ausserordentlich», steht in der Mitteilung, und Hurni ergänzt: «Herr Seifritz geniesst im Vorstand, bei den Mitarbeitenden und in der Region eine breite Abstützung, und wir hatten immer ein sehr gutes Einvernehmen.» Deshalb wünsche man ihm jetzt auch nur das Beste für seine neue Aufgabe.

Nachfolger wird gesucht

Die Nachfolgeplanung wurde bereits an die Hand genommen. Die Funktion des Direktors werde in Kürze öffentlich ausgeschrieben, steht in der Mitteilung. «Einen Wunschkandidaten haben wir nicht – wir sind diesbezüglich völlig offen», sagt Andreas Hurni. «Wir suchen nicht primär nach einem Insider, und wir haben auch keine Person im Auge.» Schliesslich habe man mit dem Quereinsteiger Seifritz ja sehr gute Erfahrungen gemacht.

Gstaad massgeblich geprägt

In der Mitteilung wird Roger Seifritz von GST wie folgt gewürdigt: «Er übernahm die Direktion der Tourismusorganisation der Ferienregion Gstaad im Februar 1998 als Quereinsteiger aus der Industrie. Sein Einstiegszeitpunkt war geprägt durch finanzielle und organisatorische Herausforderungen nach der vorab erfolgten Fusion von sieben Verkehrsvereinen des Saanenlands zu einer zentralen Tourismusorganisation.

Roger Seifritz hat sich seither über die Grenzen des Landes hinweg einen grossen Leistungsausweis erarbeitet. Er hat es verstanden, vorhandene Klippen zu meistern und die mit vielfältigen Interessen konfrontierte Tourismusorganisation in eine nach modernen Gesichtspunkten geführte Unternehmung umzuformen. Parallel dazu hat er die Weiterentwicklung der Destination Gstaad seit seinem Amtsantritt massgeblich geprägt und mitgestaltet, so etwa hinsichtlich einer klaren Ausrichtung, der Integration diverser Dienstleistungen in der Destination oder der Zusammenführung der Bergbahnen sowie deren Vernetzung mit Gstaad Saanenland Tourismus. GST und die Destination Gstaad sind heute oft zitiert als Modellbeispiele in Bezug auf effizientes Destinationsmanagement.»

Seifritz bleibt im Saanenland

Der scheidende Tourismusdirektor bleibt dem Saanenland erhalten – «als Stimmbürger und Steuerzahler», so Seifritz. Mit seiner Familie – drei Kinder zwischen 12 und 16 Jahren – wird er weiter im Saanenland wohnen und künftig zur Reka nach Bern pendeln.

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