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Teuflisch: Am Samstag gehts los

Damit der Teufel bei der heutigen Abfahrt nicht etwa seine Hände im Spiel hat, wurde er gestern Abend verbrannt. Erstmals seit sieben Jahren führt das Inferno-Rennen über die Originaldistanz vom Schilthorn bis nach Lauterbrunnen hinunter.

Das Böse geht in Flammen auf: Traditionsgemäss wurde gestern Abend im Dorf Mürren der Teufel verbrannt – auf dass die bösen Geister die Fahrer beim heutigen 70. Inferno-Rennen in Ruhe lassen.
Das Böse geht in Flammen auf: Traditionsgemäss wurde gestern Abend im Dorf Mürren der Teufel verbrannt – auf dass die bösen Geister die Fahrer beim heutigen 70. Inferno-Rennen in Ruhe lassen.
Bruno Petroni

Wenn das den bösen Geistern mal nicht den Verleider gibt: Hunderte von Kreuzzüglern im Alter zwischen sechs Monaten und 80 Jahren führten gestern Abend in einem Fackelmeer den Teufel auf dem Horeschlitten über die Dorfstrasse zum Schafott. Die Solothurner Guggenmusik Ventil-Blöterler, die Tambourengruppe Lauterbrunnen und die Treichlerbuebä Schmadribach begleiteten den traditionellen Umzug lautstark. Beim Sportzentrum angekommen, wurde Luzifer auf einem hohen Schneehoger an den Marterpfahl gebunden, damit er auch von überall her gut zu sehen ist. Dann beträufelte Feuermeister Bruno Sigrist ihn tüchtig mit Benzin. Die Fluchtlichtanlage wurde gelöscht, die Gugge spielte passende Weltuntergangstöne an, und das Böse ging in Flammen unter, auf dass es unter dem Jubel der Inferno-Gemeinde samt der bösen Geister ins Jenseits befördert werde.

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