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Steffisburg: Millionen-Plus statt tiefroter Zahlen

Steffisburg schliesst das Jahr 2014 mit einem Ertragsüberschuss von 1,64 Millionen Franken ab. Budgetiert war ein Minus von 1,97 Millionen. Die Hauptgründe für die Besserstellung liegen in den Steuererträgen.

Trotz Millionen-Plus: Steffisburgs Finanzvorsteherin Ursulina Huder (SP) tritt aber auf die Euphoriebremse.
Trotz Millionen-Plus: Steffisburgs Finanzvorsteherin Ursulina Huder (SP) tritt aber auf die Euphoriebremse.
Markus Hubacher

Trotz einem Rechnungsabschluss, der satte 3,61 Millionen Franken besser ist als das Budget, mochte Steffisburgs Finanzvorsteherin Ursulina Huder (SP) keine Freudensprünge machen, als sie am Donnerstag die Zahlen der Gemeinderechnung für das Jahr 2014 präsentierte.

«Ich gebe zu, es ist schon fast peinlich, jedes Jahr dasselbe Lied singen zu müssen», sagte sie, als sie mahnte, es gebe keine Hinweise darauf, dass der gute Jahresabschluss eine Trendwende einleiten könnte. «Es gibt Anzeichen, dass wir in gewissen Bereichen eventuell stabil mit Mehrerträgen rechnen können», deutete sie zwar eine leichte Morgenröte an, «doch es gibt auch ausgabenseitig viele Unsicherheiten.»

Sie denke da etwa daran, dass noch «völlig unklar» sei, welche finanziellen Folgen die Umsetzung des Lehrplans 21 für die Gemeinden haben werde. «Zudem müssen wir in den nächsten Monaten aufzeigen können, wie wir den Bau einer Mehrzweckhalle inklusive Aussenanlagen finanzieren können – und zwar inklusive der jährlichen Folgekosten», sagte Huder weiter.

Mehr Steuereinnahmen

Dass die Rechnung bei einem Gesamtaufwand von 66,12 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 1,64 Millionen abschloss und nicht mit dem budgetieren Fehlbetrag von 1,97 Millionen, hat vor allem mit Mehreinnahmen bei den Steuern zu tun. Diese spülten knapp 1 Million mehr in die Gemeindekasse, ferner brachten Grundstücksgewinnsteuern und Sonderveranlagungen 642'000 Franken zusätzlich ein.

«Die Steuererträge sind höher ausgefallen als im Vorjahr, wo viele Liegenschaftsbesitzer Gebäudesanierungen in Abzug bringen konnten», erklärte Ursulina Huder. Generell sei es indes immer schwieriger, die Steuererträge zu budgetieren, «weil wir uns immer weniger darauf verlassen können, wer wann seine Steuerausstände begleicht.»

Weniger Ausgaben

Daneben fiel der Personalaufwand um 358'000 Franken tiefer aus als budgetiert, der Sachaufwand wuchs um 445'000 Franken weniger als geplant. Ferner profitierte die Gemeinde laut Huder vom «attraktiven Marktumfeld» bei den Zinsen. Sie sparte im Vergleich zum Budget 3 Prozent ein.

Mit Blick auf das Eigenkapital, das per Ende 2014 solide 22,55 Millionen betragen hatte, betonte Ursulina Huder: «Wir sind gefordert, wenn es darum geht, zu erklären, warum 22 Millionen Eigenkapital nicht dafür reichen, eine Turnhalle für 10 Millionen zu bauen.» Gemeindepräsident Jürg Marti (SVP) nannte die Arbeit am Finanzplan für die Jahre 2016 bis 2020, der im kommenden Herbst vorgestellt wird, denn auch «eine spannende Herausforderung».

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