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OK-Chef des Skiweltcups Adelboden zieht Bilanz

Peter Willen, OK-Chef des Skiweltcups Adelboden, äussert sich über finanziellen Schaden, einen Rechenfehler – und neue Rekorde.

Video TeleBärn.

Peter Willen: Blicken Sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die 44.Weltcup-Auflage zurück? Peter Willen: Es sind eineinhalb lachende Augen Gestern erlebten wir ein Toprennen bei bestem Wetter. Am Samstag konnten wir den Skifans etwas Sport bieten. Klar, bedauern wir die Riesenslalom-Absage. Wir betreiben Outdoor-Sport, da muss man akzeptieren, wenn das Wetter nicht mitspielt.

Der Riesenslalom musste letztmals vor zehn Jahren abgebrochen werden – wegen starken Schneefalls. Am Samstag wurde alles Menschenmögliche getan? Ja. Es war eine Premiere, dass der Start hinunterverlegt wurde. Mit aller Gewalt wurde versucht, den Zuschauern ein Rennen zu bieten. Dafür haben alle mitgezogen: Die FIS (internationaler Skiverband, die Red.), die Teamchefs, das Fernsehen. Doch noch bevor die letzten acht Läufer den ersten Lauf absolviert hatten, war der Nebel so dicht, dass das Rennen abgebrochen werden musste. Die Sicherheit der Fahrer war nicht mehr gewährleistet.

Welche Konsequenzen für Sie? Gelder aus Werberechten aus dem Fernsehbereich fliessen nicht, wird das Rennen nicht gewertet. Es ist ein verkraftbarer Ausfall, kein Fiasko. Dafür sind wir versichert, zahlen 100'000 Franken Prämie. Bei einem Budget von 3,7 Millionen Franken dürfte unsere Rechnung in etwa aufgehen. Das ist das Ziel, verdienen wollen wir nichts.

Welchen Betrag machen Sie bei der Versicherung geltend? Das lässt sich noch nicht sagen, da dies verhandelt wird.

Während des Rennunterbruches war darüber spekuliert worden, den «Riesen» am Montag vor der Abreise nach Wengen auszutragen. Wieso wurde daraus nichts? Den Entscheid hat uns das Fernsehen abgenommen: Es konnte die Übertragung nicht gewährleisten. Ohne Übertragung gibt es kein Weltcup-Rennen. Zudem hätte eines mit nur wenigen Zuschauern für uns ein zu grosses finanzielles Risiko dargestellt.

Apropos Zuschauer. Am Samstag hatte man trotz Nebel mit 32'000 eine neue Rekordkulisse. Die Zahl muss ich korrigieren. Es gab einen Rechenfehler: Die 32'000 ausgegebenen Tickets wurden irrtümlich inklusive des Kassenstocks gezählt. Dieser umfasste 4000 Eintritte. Somit zählten wir am Samstag 28'000 Besuchende.

Was gegenüber dem letztjährigen Rekord von 25'500 Skifans immer noch mehr sind. Wie viele Leute waren gestern am Slalom? 12'500 – mit total 40'500 Gästen haben wir eine neue Rekordmarke. Das ist erfreulich, aber nicht angestrebt. Wir stossen langsam an Grenzen

...2007 waren es noch 10'000 Zahlende weniger. Wie wollen Sie die Beliebtheit «bremsen»? Wir möchten die Begeisterung auf den Sonntag verlagern. Den Samstag pushen wir nicht, auch wenn wir die Situation im Griff hatten. Es gab kleinere Staus auf der Strasse nach Adelboden, weil zu viele Private hinaufgefahren sind. Da müssen wir reagieren. Die erweiterte Infrastruktur hat sich bewährt. Das ist eines von zwei Highlights des Weekends.

Und das andere? Der perfekte und spannende Slalom. Da gingen schönste Bilder rund um die Welt. Und die Schweizer haben mit zwei Fahrern in den Top 10 ein sehr anständiges Resultat geliefert.

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