Zum Hauptinhalt springen

Kommentar: Ein unschöner Vernunftentscheid

Ausgerechnet im Jubiläumsjahr findet kein Thunfest statt. Das ist bedauerlich. Doch der Entscheid, ein Jahr auszusetzen, ist angesichts der Umstände nichts als vernünftig.

Nik Sarbach

Die Verantwortung für einen Anlass in der Grössenordnung eines Thunfests ist nur dann tragbar, wenn die Strukturen stimmen und alle Chargen besetzt sind. Die Organisatoren wären in ein ausgesprochen schiefes Licht geraten, wenn sich am Thunfest 2014 ein grosser Zwischenfall ereignet hätte. Jene, die jetzt auf Facebook und in den Kommentarspalten am lautesten aufschreien, wären wohl die Ersten gewesen, welche einen Sündenbock gesucht hätten. Der Vorstand hat durchaus Verantwortungsbewusstsein bewiesen, indem er zu seiner aktuellen Schwäche gestanden ist und den Antrag zur Pause gestellt hat.

Stattdessen ist jetzt die Suche nach Sündenböcken für die Absage im Gange. Den schwarzen Peter der Stadt zuzuspielen, wäre zu einfach. Zwar werfen das Zuwarten der Stadt in Bezug auf die Defizitgarantie und das Gesuch um die Erweiterung des Festperimeters Fragen auf. Doch dass die Stadt den Organisatoren in der aktuellen Situation nicht vollstes Vertrauen ausspricht, ist nachvollziehbar.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen