Ja zu Kredit für Erschliessung «Lauenen Nord»

Brienz

Das Industriegebiet «Lauenen Nord» in Brienz kann erschlossen werden. Das Stimmvolk hat dem Verpflichtungskredit von 689'280 Franken an der Urne zugestimmt.

Blick auf das zu erschliessende Stück Land der Gemeinde Brienz.

Blick auf das zu erschliessende Stück Land der Gemeinde Brienz.

(Bild: Bruno Petroni)

Mit 677 Ja- zu 177 Nein-Stimmen haben die Brienzerinnen und Brienzer am Sonntag an der Urne grünes Licht für die Erschliessung des 23'000 Quadratmeter grossen Landstückes im Dreieck Brienz-Hofstetten-Schwanden gegeben. Dies teilte der Gemeinderat am Sonntagmittag mit. Die Stimmbeteiligung habe 38,3 Prozent betragen, hält die Brienzer Exekutive ferner fest. Mit seinem Ja zum Erschliessungskredit von 689'280 Franken (Elektrizität: 342'610 Franken; Wasser: 247'220 Franken; Abwasser: 99'450 Franken) hat das Stimmvolk den Weg frei gemacht für ein neues Industriegebiet nördlich der Firma Stähli AG.

«Ein deutliches Resultat»

«Es ist beruhigend, dass ein solch deutliches Resultat zustande gekommen ist», sagte gestern Gemeinderatspräsidentin Annelise Zimmermann auf Anfrage. Dass auf rund 20 Prozent der Stimmzettel ein Nein zum Kredit hingeschrieben worden war, begründet die Gemeinderatspräsidentin mit einer «gewissen Skepsis» gegenüber der Grösse des zu erschliessenden Landstückes. Zudem werde «viel Geld» investiert, was eventuell den einen oder anderen Stimmbürger dazu bewegt habe, ein Nein in die Urne zu legen – obwohl dieser Kredit den Steuerhaushalt der Gemeinde nicht belaste.

«Ich habe stets betont, dass der Kredit spezialfinanziert und somit gebunden ist», sagte Zimmermann. Nichtsdestotrotz kann gegen den Beschluss des Stimmvolkes innert 30 Tagen nach dem Urnengang Beschwerde beim Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli eingereicht werden, wie der Gemeinderat in seiner Medienmitteilung abschliessend festhält.

Landeigentümerin von «Lauenen Nord» ist die Burgergemeinde Brienz, die auch die Federführung bei den Erschliessungsprojekten übernimmt. Die Bauplätze werden Industrie- und Gewerbebetrieben im Baurecht angeboten.

hau/Berner Oberländer

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