Zum Hauptinhalt springen

Freudentag für die Oberländer Fussballfans

Am Wochenende wurde das neue Thuner Stadion «Arena Thun» eröffnet. Ein erster Höhepunkt der Veranstaltung bildete ein Hochseilakt des Extremartisten Freddy Nock. Auch FC-Köln-Star Lukas Podolski erlangte mit seinem Team gegen den FC Thun ein 2:2.

Freddy Nock balancierte während der Eröffnungszeremonie...
Freddy Nock balancierte während der Eröffnungszeremonie...
Keystone
...auf dem Hochseil in der neuen «ArenaThun» am Samstag, 9. Juli 2011 in Thun.
...auf dem Hochseil in der neuen «ArenaThun» am Samstag, 9. Juli 2011 in Thun.
Keystone
Das Spiel beginnt vor 8000 Zuschauern.
Das Spiel beginnt vor 8000 Zuschauern.
Patric Spahni
1 / 20

Die neue Arena Thun hat am Wochenende erstmals ihre Tore für das Publikum geöffnet. Über 8000 Personen nahmen an der offiziellen Feier vom Samstag teil. Am Sonntag lockte der Tag der offenen Tür die Menschenmengen in das neue Stadion im Berner Oberland. «Das Feedback der Besucher ist durchwegs positiv», sagte Reto Blösch, Sprecher der Arena Thun. Er sprach von einem schönen und emotionalen Fest in der nicht ganz ausverkauften Arena.

Zur Eröffnung am Samstag empfing der FC Thun den deutschen Bundesligisten 1. FC Köln. Das Resultat war 2:2. Garniert wurde der Anlass mit einem Hochseilakt von Freddy Nock und einem Volksfest mit allerlei Attraktionen.

Am Sonntag folgte der Tag der offenen Tür. «Am Sonntagmorgen sind wir von den Leuten regelrecht überrannt worden», sagte Blösch. Auch das Wetter machte gut mit. Nur gegen Schluss des Anlasses am Sonntagnachmittag mit verschiedenen Konzerten setzte der Regen ein.

Spektakel vor Alpenkulisse

Thun ist die sechste Schweizer Stadt, die ein neues Fussballstadion erhalten hat. Die Verantwortlichen erhoffen sich für die Zukunft regelmässig Fussball- und Kulturspektakel vor einer eindrücklichen Alpenkulisse.

10'000 Zuschauer finden Platz im kleinen, aber feinen Stadion, das in der rekordverdächtigen Zeit von knapp anderthalb Jahren gebaut wurde. Die Arena ist die neue Heimat des FC Thun, der damit seine Wiederauferstehung vollendet.

2005 machte der Klub europaweit Schlagzeilen, als er überraschend die Champions League erreichte. Die Millionen, die er mit den Spielen in der Königsklasse verdiente, waren allerdings schnell verpulvert. Die Mannschaft fiel auseinander, ein Sex-Skandal kam dazu, der Abstieg aus der obersten Schweizer Spielklasse war nicht abzuwenden. Zur tristen Entwicklung passte, dass das Volk 2006 den Bau eines neuen Stadions ablehnte: Die wenig betuchte Stadt könne sich das nicht leisten, beschied der Souverän.

Ersatz für das alte (und öfters überflutete) Lachenstadion musste trotzdem her. Die Behörden machten sich deshalb auf die Suche nach einem privaten Investoren. Fündig wurden sie bei der Investorengruppe HRS/ARCO Real Estate. Die HRS hatte zuvor schon die Stadien in St. Gallen und Neuenburg gebaut.

Mehr als Fussball

Im März 2007 unterzeichneten Stadt und Burgergemeinde Thun die entsprechenden Verträge. Damit war der Weg frei für den Bau des Stadions und - gleich nebenan - des Einkaufszentrums «Panorama- Center». Kostenpunkt: 170 Millionen Franken.

Die Euphorie ist gross in Thun, zumal der Klub mittlerweile wieder in die Super League aufgestiegen ist und diese Saison sogar europäische Luft schnuppern darf.

Damit die Arena ein Erfolg wird, braucht es aber mehr als Fussball. Kongresse, Bankette und kulturelle Events aller Art sollen künftig die Menschen anlocken. Bereits im September sind die Mundartrocker Gölä, Polo Hofer und Hanery Amman zu Gast in der Arena.

pd/aw

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch