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Ex-Frau erhält vor Gericht nur teilweise recht

Das Regionalgericht Oberland prüfte die Aussagen von Mann und Frau in einem Fall von Vergewaltigung in der Ehe. Obwohl das Gericht der Frau glaubte, wurde der Mann teilweise freigesprochen. Einzelne Vorkommnisse konnten nicht genügend bewiesen werden.

Aus der Anklageschrift ging hervor, dass die Frau, die ihren Mann 2010 zunächst wegen häuslicher Gewalt, wegen Schlägen und Drohungen, angezeigt hatte, behauptete, ihr Mann habe sie während der Ehe mehrfach vergewaltigt. Das heisst, er habe den Geschlechtsakt gegen ihren Willen durchgesetzt. Das Kollegialgericht in Dreierbesetzung machte es sich nicht leicht und kam nach Prüfung aller Aussagen des türkischen Paares zum Schluss, eine kurz vor der Anzeige im April 2010 liegende Vergewaltigung habe tatsächlich stattgefunden.

Bei allen früheren Ereignissen waren die Aussagen der Frau zu wenig präzis, bald widersprach sie sich bezüglich des ungefähren Zeitpunktes, bald war der Ort nicht klar. So blieben Zweifel, wie es nun wirklich war. Weil der Mann keine Angaben machte, sondern immer darauf beharrte, er habe nie Gewalt gegenüber seiner Frau ausgeübt, konnten die Aussagen der Frau nicht verifiziert werden.

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