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Emotionaler Moment mit Hafenkonzert

Für einmal war der Hafen von Monaco fast in Berner Hand. Bei der Ankunft des Solarboots Tûranor Planet Solar standen Eltern, Bekannte und Freunde von Christian Ochsenbein mit Glocken und Berner Flagge Spalier.

Ausgerüstet mit Flaggen warten Christians Bekannte, Freunde und Eltern Anna-Katharina und Peter Ochsenbein (ganz links) auf dessen Ankunft.
Ausgerüstet mit Flaggen warten Christians Bekannte, Freunde und Eltern Anna-Katharina und Peter Ochsenbein (ganz links) auf dessen Ankunft.
Stefan Kammermann

«Jetzt sind sie in Sichtweite.» Max Lüthi aus Heimberg zieht den Feldstecher und blickt aufs tiefblaue Meer hinaus. An der Hafenmauer am Port Hercules von Monaco hat sich eine stattliche Gruppe aus der Region Thun, ausgerüstet mit Berner Flagge und Glocke unter das zahlreiche Publikum gemischt. Eltern, Bekannte, Freunde und Götti Max Lüthi warten gespannt auf die Ankunft des weltgrössten Solarbootes Tûranor Planet Solar.

Und tatsächlich: In der Ferne steuert das Boot mit dem Berner Oberländer Christian Ochsenbein auf seiner Weltumrundung die letzten Meter an. «Dies ist ein sehr emotionaler Moment», sagt derweil Vater Peter Ochsenbein, der als ehemaliger Leiter der BLS-Schifffahrt 1999 mit dem Umzug des Motorschiffs Jungfrau vom Thuner- auf den Brienzersee dereinst selber Schifffahrtsgeschichte geschrieben hat.

Von «einem unglaublichen Gefühl» spricht auch Mutter Anna-Katharina Ochsenbein. Als die Tûranor Planet Solar wenig später in den Hafen von Monaco einfährt und von den Kapitänen der zahlreichen Luxusjachten im Hafen mit einem Schiffshornkonzert begrüsst wird, gibt es kein Halten mehr: Eltern, Freunde und Bekannte winken und jubeln der Crew zu und schwenken die Berner Flagge.

«Ein magischer Moment»

Da und dort fliessen ein paar Freudentränen. «Die Ankunft hat mich überwältigt, ich bin einfach glücklich», sagt Peter Ochsenbein. Auch für die fünf Crewmitglieder gestaltet sich die Ankunft emotional. Es ist ein sehr magischer Moment», umschreibt der Neuenburger Initiant Raphael Domjan seine Gefühlslage. Allerdings bleibt kaum Zeit, um Eltern, Freunde und Bekannte zu begrüssen. Eine grosse Schar von Medienleuten nimmt die Crew gleich kurz nach dem Anlegen in Beschlag.

Freude über die erfolgreiche Weltreise zeigt auch Didier Burkhalter, Bundesrat und Vorsteher des Eidgenössischen Departementes für auswärtige Angelegenheiten. «Dieses innovative Projekt stimmt mit dem Bild der Schweiz und ihren Bemühungen für die Umwelt überein», so der Bundesrat.

Auf der letzten Etappe der Weltumrundung hat das Solarboot das Rote Meer durchquert. Dies erwies sich als sehr schwierig. Insbesondere starker Gegenwind machte der Crew zu schaffen. Nach dem Durchqueren des Suezkanals verlief auch die Fahrt im Mittelmeer nicht ganz einfach. Weil dort im Frühjahr oft viele Tiefdruckgebiete, Stürme und sehr raue See auslösen. So musste das Solarboot zum Beispiel einige Tage in Zakynthos in Griechenland ausharren, bevor es die letzten Seemeilen im Ionischen Meer in Richtung Italien und Monaco in Angriff nehmen konnte.

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