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Eine satte Million Franken mehr in der Gemeindekasse

Die Jahresrechnung 2010 von Interlaken schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 166'300 Franken. Budgetiert war ein Defizit von knapp einer Million.

Die Gemeinde Interlaken konnte einen erfreulichen Rechnungsabschluss präsentieren.
Die Gemeinde Interlaken konnte einen erfreulichen Rechnungsabschluss präsentieren.
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«Die Interlakner Jahresrechnung schliesst zum fünften Mal in Folge mit einem Ertragsüberschuss ab.» Dies teilt der Gemeinderat mit. Bei einem Aufwand von 36,6 Millionen Franken und einem Ertrag von 37,77 Millionen beträgt der Ertragsüberschuss 166'300 Franken. Das Eigenkapital wird weiter geäufnet und betrug Ende vergangenen Jahres 4,49 Millionen Franken.

Der Gemeinderat von Interlaken erklärt: «Die befürchteten Auswirkungen der Wirtschaftskrise und der Steuergesetzrevision halten sich bis jetzt in Grenzen. Allerdings ist das Ergebnis 2010 zu einem grossen Teil dank ausserordentlichen, nicht budgetieren Erträgen zustande gekommen.» Bei den Steuern stellt Interlaken eine Stagnation fest. Gegenüber 2009 ist ein Minus von 120'000 Franken zu verzeichnen, nachdem bereits 2009 ein Minderertrag von 1,4 Millionen gegenüber 2008 hinzunehmen war.

Einen wichtigen Beitrag zum Ergebnis 2010 leisten gemäss Medienmitteilung des Rates «die vielen Minderaufwendungen, die zeigen, dass mit den verfügbaren Mittel sparsam umgegangen wird».

Ungeplante Einnahmen

Budgetiert war für das Jahr 2010 ein Defizit von 995'080 Franken. Nun schliesst die Jahresrechnung um 1,16 Millionen Franken besser ab als geplant. Aus Grundstückverkäufen konnten Buchgewinne von 370'000 Franken erzielt werden. Die Belastung durch den kantonalen Finanz- und Lastenausgleich fiel um 160'000 Franken tiefer aus. Der Zinsaufwand kostete ebenfalls 150'000 Franken weniger als budgetiert. «Auch wenn die Steuern tiefer als 2009 ausfielen, übertrafen sie das Budget 2010 doch um 120'000 Franken», erklärt der Gemeinderat die Besserstellung weiter.

Die Auflösung der Wohnbaugenossenschaft Uechtern habe zu einer Rückzahlung des bereits abgeschriebenen Genossenschaftskapitals von 80'000 Franken geführt. Für die Ausfinanzierung von Nachteilen aus dem Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat bei der Pensionskasse waren 80'000 Franken veranschlagt. Gebraucht wurden dann aber weniger als 10'000 Franken.

Weniger investiert

Im Steuerhaushalt sind netto 6,61 Millionen Franken investiert worden. Diese Nettoinvestitionen fielen damit um 0,92 Millionen Franken tiefer aus als geplant. In den Spezialfinanzierungen sind netto 2,42 Millionen Franken investiert worden, was 0,35 Millionen Franken weniger sind als im Investitionsbudget vorgesehen. Von den geplanten Investitionen wurden 87,7 Prozent umgesetzt. Der Durchschnitt der Realisierungsquote 2000 bis 2010 liegt bei 69,9 Prozent.

Trotz des grossen Investitionsvolumens stieg das Verwaltungsvermögen nur um 1,4 Millionen Franken auf 22,8 Millionen Franken. Die Erklärung lautet: «Dieser bescheidene Anstieg ist auf die grossen Abschreibungen zurückzuführen, die vorgenommen werden konnten, darunter insbesondere die letzte Tranche der Gemeindebeteiligung an der Kongresserweiterung. Durch das gute Rechnungsergebnis konnten zusätzliche Abschreibungen von einer Viertelmillion Franken vorgesehen werden. Diese müssen allerdings vom Grossen Gemeinderat noch bestätigt werden.»

Darlehen aufgenommen

Das Finanzvermögen von Interlaken nahm im Rechnungsjahr um 3,1 Millionen Franken oder 11,1 Prozent zu und betrug Ende Dezember 31,4 Millionen Franken. «Durch die hohe Investitionstätigkeit 2009 und 2010 reichen die vorhandenen Gelder und die selbst erarbeiteten Mittel nicht aus, um die anstehenden Ausgaben zu übernehmen», informiert die Gemeinde. Ende 2010 sei deshalb zur Verbesserung der Liquidität ein langfristiges Darlehen von 5 Millionen Franken aufgenommen worden. Dadurch nahm das Fremdkapital um 4,1 Millionen Franken oder 10,4 Prozent zu und beträgt Ende 2010 43,1 Millionen Franken. Die Nettoverschuldung liegt damit bei 11,66 Millionen Franken oder knapp 2150 Franken pro Einwohnerin und Einwohner.

Gewinn der IBI

Die Rechnung 2010 der Industriellen Betriebe Interlaken (IBI) schliesst mit einem Ertragsüberschuss von rund 190'000 Franken. Budgetiert waren 161'000 Franken, womit die Besserstellung 29'000 Franken beträgt. Die integrierte Jahresrechnung (Rechnung der Einwohnergemeinde inklusive der IBI) schliesst damit mit einem Ertragsüberschuss von 356'281 Franken.

BO/pd

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