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Ein Viertel der Testkäufe beanstandet

Zwischen September und Dezember führten diverse Gemeinden Testkäufe von Alkohol- und Tabakartikeln durch. Das Ergebnis beim Einhalten der Altersgrenze sei laut dem Thuner Gewerbeinspektorat erfreulich.

Der Jugenschutz wird bei Testkäufen überprüft.
Der Jugenschutz wird bei Testkäufen überprüft.
Patric Spahni

In der Stadt Thun finden seit über zehn Jahren Alkohol- und Tabaktestkäufe statt; seit fünf Jahren werden die Testkäufe regional in den Gemeinden Heimberg, Spiez, Steffisburg, Thun und Uetendorf durchgeführt. Geprüft wird dabei, ob die Verkaufsstellen sich an die Alterslimiten von 18 Jahren für Spirituosen und Tabakwaren und von 16 Jahren für Wein und Bier halten. Die Koordination der Tests obliegt dem Gewerbeinspektorat der Stadt Thun.

35 Testkäufe durchgeführt

In den Monaten September bis Dezember 2013 wurden insgesamt 35 Testkäufe getätigt. Nicht bestanden haben lediglich acht Verkaufsstellen. «Die jüngste Auswertung der Alkohol- und Tabaktestkäufe zeigt in der Region Thun ein erfreuliches Bild: Lag die Beanstandungsquote im Jahr 2009 noch bei knapp 40 Prozent, ist sie in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen», schreiben die Verantwortlichen in der gestrigen Medienmitteilung. In diesem Jahr liege die Quote für Beanstandungen nur noch bei knapp 23 Prozent. «Die Testkäufe und die damit verbundene Aufklärung des Verkaufspersonals zeigen nach Einschätzung des Gewerbeinspektorates eine positive Wirkung.»

Die Erfahrung zeigt, dass die Geschäfte den Jugendschutz sehr ernst nehmen. Das Personal wird regelmässig geschult. «Vorgesetzte stärken dem Personal vermehrt den Rücken, wenn es zu Konflikten kommt. Dieses Vorgehen ist wichtig, damit der Jugendschutz wirkungsvoll umgesetzt werden kann», sind sich die involvierten Personen bewusst.

Fehlbare werden gemeldet

Fehlbare Betriebe, deren Angestellte den Testkauf nicht bestanden haben, werden dem Regierungsstatthalteramt gemeldet. In der Regel werden die Geschäftsinhaber verwarnt. Zudem müssen sie ihre Jugendschutzkonzepte überarbeiten und das Personal schulen. Da zurzeit die Rechtsgrundlage fehlt, werden keine Strafanzeigen eingereicht.

Fehlbare Betriebe, deren Angestellte den Testkauf nicht bestanden haben, werden dem Regierungsstatthalteramt gemeldet. In der Regel werden die Geschäftsinhaber verwarnt. Zudem müssen sie ihre Jugendschutzkonzepte überarbeiten und das Personal schulen. Da zurzeit die Rechtsgrundlage fehlt, werden keine Strafanzeigen eingereicht.

Die Testkäufe werden jeweils von Verwaltungspersonal und Jugendarbeitern begleitet. «Das Konzept bewährt sich in der Praxis sehr gut und soll auch im nächsten Jahr weitergeführt werden», sagt der Thuner Gewerbeinspektor Reto Keller. Die Stadt organisierte zusammen mit dem Blauen Kreuz eine Wirteschulung. Diese war mit 30 Teilnehmern ausgebucht. 2014 ist eine weitere Schulung für Festwirte geplant.

Thuner Tagblatt/pd

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