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BDG-Sanierung kostet Gemeinde vorerst 2,65 Millionen Franken

An der Gemeindeversammlung von Zweisimmen interessierten weniger die beiden offiziellen Geschäfte als vielmehr die Informationen zur Sanierung und Restrukturierung der maroden Gstaader Bergbahnen.

Für die Gstaader Bergbahnen ist der Winterstart letzte Saison wie vielerorts buchstäblich ins Wasser gefallen.
Für die Gstaader Bergbahnen ist der Winterstart letzte Saison wie vielerorts buchstäblich ins Wasser gefallen.
Manuel Lopez

Zur Rechnungsablage 2014 werden an der Gemeindeversammlung vom 5. Juni von den Zweisimmner Stimmberechtigten 2,65 Millionen Franken an das Sanierungskonzept der Bergbahn Destination Gstaad (BDG) AG erwartet. Dies wurde an der ausserordentlichen Versammlung vom Mittwoch klar. Denn: Im Anschluss an die beiden Geschäfte Überbauungsordnung Landi und der 260'000 Franken schweren Kreditvorlage Spielplatz Dorf (siehe Kasten) informierten Gemeinderat Matthias Matti als BDG-Verwaltungsrat und Ernst Hodel als Gemeinderatspräsident Zweisimmen und zuständig für die Finanzen zum Thema «Bergbahnen, wie weiter».

Gesamtkonzept entwickeln

Für die BDG sei der Winterstart wie vielerorts buchstäblich ins Wasser gefallen, zog Matti zu Beginn seiner Ausführungen Bilanz. Gegenüber 2014 gab es einerseits etwa zehn Prozent Einbusse. Andererseits habe dadurch Personal eingespart werden können. Trotzdem würden Investitionen in dringende Retrofitprogramme von Bahnen oder gar Ersatzbauten sowie die Schliessung von Lücken bei der Pistenbeschneiung nach neuesten Zahlen in den kommenden Jahren zwischen 50 und 60 Millionen Franken erfordern.

In dem durch die BDG betriebenen Wander-, Ausflugs- und Erlebnisgebiet habe es aber auch viel Sommerpotenzial. Gemeinderat Matti: «Dies kann jedoch nur eingebettet in einer Gesamtstrategie mit dem Tourismus entwickelt werden.»

Keine Steuererhöhung

Nach Angaben von Ernst Hodel liegt die Hälfte des BDG-Kerngebiets Ost auf Zweisimmner Gemeindegebiet. Er begrüsst denn auch den neuen Anlauf zur dringenden Sanierung der BDG. Ohne Rinderberg habe Zweisimmen kein touristisches Entwicklungspotenzial, betonte Hodel.

Viele Aspekte würden jedoch zum Finanzbedarf aus Zweisimmer beitragen. So sind unter anderem die 1,6 Millionen zur beantragten Herabsetzung des Aktienkapitals bereits abgeschrieben. Hodel erwähnte zudem die vorgesehenen Investitionen, unter anderem Bahnenretrofite sowie Beschneiung und Pistenkorrekturen auf Zweisimmner Gemeindegebiet, in Höhe von insgesamt 6,35 Millionen Franken. An der Gemeindeversammlung vom 5. Juni wird den Stimmbürgern deshalb die eingangs erwähnte Beteiligung von insgesamt 2,65 Millionen vorliegen. Diese beinhalte Anteile an die Wiederaufstockung des Aktienkapitals sowie an die Restrukturierungskosten.

Hodel begründet das angestrebte Ja zur Sanierung als starker Partner: «Für Zweisimmen ist die gesunde Rechnung 2014 mit einem Cashflow von 2,34 Millionen Franken wohl eine Ausnahme – aber mit mehr Steuereinnahmen, Sparsamkeit und dem Verkauf des Altersheims begründet. So ist der namhafte BDG-Brocken ohne Steuererhöhung verkraftbar.» Die Finanzierung anstehender Investitionen wie Feuerwehrmagazin, Mehrzweckhalle und Märithalle-Ersatz stehen in einem anderen Kapitel.

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