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622'000 Franken für vier Überwachungskameras

Vier Verkehrsüberwachungskameras an der Weststrasse: Am Donnerstag entscheidet der Thuner Stadtrat über den Kredit.

In die Verkehrsüberwachung investieren, um schliesslich damit Geld zu verdienen: Dies ist die Idee des Gemeinderates und deshalb beantragt er dem Stadtrat an der morgigen Sitzung, einen Kredit über 622'000 Franken zu bewilligen. Mit diesem Betrag sollen gemäss Stadtratsunterlagen an der Kreuzung Westrasse/Burgerstrasse vier Verkehrsüberwachungskameras (Rotlicht und Geschwindigkeit) angeschafft und installiert werden.

Diese Berechnung beinhaltet unter anderem vier Radaranlagen und vier Überwachungsgeräte (476'000 Franken), die Mehrwertsteuer (45'000 Franken), die Installation durch das Tiefbauamt (35'000 Franken) und die Projekt- und Bauleitung (25'000 Franken). Hinzu kämen jährliche Folgekosten von 102'100 Franken (Abschreibungen, Zinsen, etc.).

Dank Synergien sparen

Die Installation der Kameras hat zwar keinen direkten Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau und der Sanierung der Weststrasse. Doch sollen gewisse Grab- und Verlegungsarbeiten gleichzeitig erfolgen, damit Synergien genutzt und Kosten gespart werden können. Vorgesehen ist, die Bauarbeiten für die Weststrasse Anfang 2010 zu beginnen. Die Kameras würden nach der Installation der Lichtsignalanlage aufgestellt. Die Datenübertragung der Digitalkameras erfolgt online. Allfällige Geschwindigkeitsübertretungen können sofort verarbeitet und ausgewertet werden.

Einnahmen aus Bussen

Als Einnahmequelle werden auch die Bussen genannt. Zum Beispiel seien 2007 für die Überwachungsanlage des Fussgängerstreifens Hofstettenstrasse 207'716 Franken investiert, und 2008 Bussen von brutto 209'540 Franken eingenommen worden. Für die Anlage bei der Kreuzung Waldeck/Lerchenfeld seien 2005 und 2007 total 211'491 Franken investiert worden, und 2008 Bussen von 151'750 Franken eingegangen.

Den Unterlagen ist weiter zu entnehmen, dass zurzeit der Vertrag zwischen der Kantonspolizei und der Stadt Thun neu verhandelt wird. Darin enthalten ist die Verkehrsüberwachung, die unter den beiden Parteien aufgeteilt ist. Für Bussen, welche die Polizei verarbeitet, erhält die Stadt eine Jahrespauschale von 341'000 Franken. Die Stadt schlägt vor, das Verarbeiten der Übertretungen von allen Standorten entweder selber vorzunehmen oder gegen eine Gebühr durch die Polizei verarbeiten zu lassen. Es sei mit Mehreinnahmen zu rechnen; so, dass die Investitionen in rund vier Jahren amortisiert werden können,

Übrigens: Da die Messschlaufen defekt sind, ist die bisherige Verkehrsüberwachung an der Kreuzung Weststrasse/Burgerstrasse seit Frühsommer 2007 ausser Betrieb. «Eine Wiederin-standstellung hat sich nicht gelohnt», steht in den Stadtratsunterlagen.

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