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Streit um Pinkelpausen

Weil die Verkäuferinnen die Boutique Choice im Westside oft alleine hüten mussten, konnten sie nicht aufs WC gehen.

«WC-Terror im Berner Westside» titelte die Gewerkschaftszeitung «Work» in ihrer gestrigen Ausgabe. In der Modeboutique Choice hätten die Verkäuferinnen, wenn sie aufs WC mussten, bei ihrer Chefin telefonisch um Erlaubnis bitten müssen. Dies erzählen «Work» zwei ehemalige Verkäuferinnen. Die Besitzerin der Boutique bestreitet dies. Fakt ist: Die kleine Boutique hat kein eigenes WC, und die Verkäuferinnen arbeiten wochentags meist alleine. Würden sie also auf die Toilette gehen, müssten sie das Geschäft alleine lassen. Doch die Ladenbetreiber sind verpflichtet, ihre Geschäfte während der gesamten Öffnungszeiten des Einkaufszentrums offen zu halten. Laut Thomas Bornhauser, Medienchef der Westside-Betreiberin Migros Aare, liesse sich das Dilemma leicht lösen: indem der «Nachbar» kurz aufpasst oder indem ein Schild «Bin gleich zurück» sichtbar ist. Die beiden Verkäuferinnen, welche die Geschichte im «Work» ins Rollen gebracht haben, erhielten die Kündigung – angeblich aus wirtschaftlichen Gründen. Die Gewerkschaft Unia sieht aber durch die zeitliche Nähe einen eindeutigen Zusammenhang mit der «Pinkel-Affäre». Sie will deshalb wegen missbräuchlicher Kündigung klagen. Gestern führte die Unia im Westside zudem eine Protestaktion durch. azu/sgl >

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