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Steinegger und das «ewige Eis»

Martin Steinegger hat an seiner früheren Wirkungsstätte sein 900.NLA-Spiel bestritten. Die 1000 strebt er nicht zwingend an.

Als Martin Steinegger am 13.Oktober 1990 in der NLA gegen den ZSC, damals noch ohne den Zusatz Lions, debütierte, stand der Roxette-Hit «It Must Have Been Love» auf Platz 1 der Schweizer Hitparade. Als er im darauffolgenden September auf dieser Stufe seinen ersten Assist verbuchte, war im Tirol soeben «Ötzi» gefunden worden. Die Gletschermumie war nach 5300 Jahren noch gut erhalten, und auch Steinegger bekommt das «ewige Eis» offensichtlich gut. Gestern bestritt der 37-Jährige seine 900. NLA-Partie, und es hätte für dieses seltene Jubiläum keinen passenderen Ort gegeben als die PostFinance-Arena. Denn mit dem SCB hat er zweimal den Meistertitel gewonnen und 650 der 900 Spiele bestritten. Mit dem EHC Biel, seinem ersten und wohl auch letzten Klub, lief er gestern zum 250.Mal auf. Doch noch eine Strafe «Stoney», wie Steinegger von den Fans genannt wird, spielte unauffällig, aber solid. Er habe sich anfänglich etwas zurückgehalten, um Strafen zu vermeiden, sagte er nach dem Match. Kurz vor Schluss wurde er doch noch auf die Strafbank geschickt. Er gab zu, dass er ein «Frustfoul» begangen hatte. «Wir lagen in Rückstand, und kurz zuvor hatte ich einen Ellbogen ins Gesicht bekommen.» Besuche in der Kühlbox sind für den Verteidiger, der gestern mit einer Plus-1-Bilanz vom Eis ging, nichts Ungewöhnliches: Mit 223 Strafminuten hält er im Nationalteam, mit dem er zehn A-Weltmeisterschaften und die Olympischen Spiele 2002 absolviert hat, den Rekord. Und in der laufenden Saison ist er der meist bestrafte Bieler. «Das ist mein Spiel; ich spiele mit Energie und mit dem Körper. Solange ich spiele, werde ich bestraft», hatte er vor dem Match gegenüber dem «Bieler Tagblatt» erklärt. Wie lange er noch spielt, ist unklar. Dass er die magische Marke von 1000 NLA-Partien erreicht, schliesst er nicht aus, sagt aber: «Ich bin nicht auf Rekordjagd. Ich müsste noch zwei Saisons absolvieren – das ist sehr lange.» Noch unbedingt realisieren möchte er allerdings einen Sieg in Bern. «Die Partien gegen den SCB sind für mich immer noch etwas Spezielles. Diesmal wäre der Erfolg möglich gewesen, leider machten wir am Schluss zwei, drei Fehler zu viel.»Adrian Ruch>

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