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Start in die Schifffahrt-Saison

thunMorgen beginnt auf dem Thuner- und dem Brienzersee die Schifffahrtssaison. Trotz neuer Angebote wird immer wieder Leistungsabbau beklagt.

Die Schifffahrt Berner Oberland startet morgen in die neue Saison auf dem Thuner- und dem Brienzersee. Während der Fokus im Jahr 2010 auf den Thunersee gerichtet war, präsentiert die BLS Schifffahrt in der kommenden Saison neue Erlebnisse auf dem Brienzersee, heisst es zum Saisonauftakt. So verkehrt vom 9.Juli bis 27.August auf dem Brienzersee neu jeden Samstag eine Abendrundfahrt mit dem Dampfschiff Lötschberg, bei der regionale Produkte und Fischspezialitäten aufgetragen werden. Im Juli und August bietet die Schifffahrt zwischen Interlaken-Ost und Brienz jeden Sonntag einen Älplerbrunch. Und die neue Halal Cruise richtet sich wohl in erster Linie an arabische Gäste. Auf dem Thunersee verkehrt neu ein Lunchschiff, auf dem Fitnessteller und Grilladen angeboten werden. Die Mittagsrundfahrt ab Thun findet zwischen dem 1.Juni und dem 31.August jeden Mittwoch statt. Angebote werden ausgebaut «Wir versuchen dort, wo wir eine starke Nachfrage feststellen, das Angebot zu erweitern», erklärt Michael Lüthi, Leiter der BLS Schifffahrt. Ein sehr gefragtes Angebot war in der letzten Saison das Krimischiff. Deshalb finden diesen Frühling noch Zusatzfahrten statt. Daneben bietet die BLS auf dem Thunersee unter anderem ein Dinner- und Tanzschiff, sowie ein Märlitheater- und ein Kinderkonzertschiff. Ein Highlight dürfte das Liveschiff mit Philipp Fankhauser sein. Vom 25.April bis 10.Oktober läuft zudem die Aktion Blauer Montag mit vergünstigten Tageskarten für beide Seen. An jedem Samstag fahren Kinder bis 16 Jahre in Begleitung gratis. Das Motorschiff Berner Oberland wurde umfassenden Unterhaltsarbeiten unterzogen. Es ist neu gestrichen, die Holzdecks wurden repariert. Kostenpunkt: 600000 Franken. Auf dem Motorschiff Stadt Thun wurde zudem ein Behindertenlift für 150000 Franken eingebaut. Der Lift wird Ende Juni anlässlich der 50-Jahr-Feier der Stiftung Cerebral eingeweiht. Kein Kursabbau geplant Nach dem Rekordjahr 2009 wurden auch 2010 mehr als eine Million Passagiere befördert. «Mit vergleichbaren Zahlen rechnen wir auch in unserer Planung für die nächsten Jahre», sagt Michael Lüthi. Nach der Ankündigung seines Abgangs sah er sich in den Leserbriefspalten vermehrt mit Vorwürfen konfrontiert, er habe in den letzten Jahren das Angebot der Schifffahrt massiv abgebaut – jüngst mit der Streichung des Frühmorgenkurses von Interlaken nach Thun. «Ich verstehe, wenn Leute dies als Leistungsabbau empfinden», sagt Lüthi. «Aber wir befinden uns in einem umkämpften Markt, in dem es nicht einfach ist, die Forderung nach Rentabilität zu erfüllen.» Schwacher Euro wirkt sich aus Mit dem schwachen Euro werden heuer eher weniger Gäste aus Europa erwartet, und die Schweizer würden handkehrum ihre Ferien im Ausland verbringen, sagt Lüthi. «Bessere Ergebnisse erzielen wir nur, wenn wir Einnahmen ebenso optimieren wie Ausgaben.» Der Kritik aus Bönigen, wo seit der Streichung der Ländter-Posten das Dampfschiff Lötschberg nicht mehr anlegt, entgegnet er: «Wir bemühen uns überall, konstruktive Lösungen zu finden.» Das sei aber nur möglich, wenn alle Beteiligten ihren Beitrag leisteten. Marco Zysset/pdwww.bls.ch/schiff. >

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