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Sonnige Jazz-Parade

Erfolg für die 22. Jazz-Parade in Freiburg. Das Experiment Electro mit den Berner Bands Filewile und Fiji kam jedoch mässig an.

Kurz vor 20 Uhr trat am Freitag das Unausweichliche ein: Es begann zu regnen. Pünktlich zum Konzertstart von Filewile war es dann aber schon wieder vorbei mit dem kühlen Nass. Die innovativen Berner zeigten sich spielfreudig und verspielt. Doch irgendwie war es einfach zu früh. Das Publikum war noch nicht richtig anwesend, das Ganze erinnerte eher an ein Familienfest als an eine Technoparty. Schade, die vier Berner hätten mehr Aufmerksamkeit verdient. Lieber Chansons als Electro Von der relativ späten Stunde (22 Uhr) profitierten danach Fiji, ebenfalls aus Bern. Die beiden Brüder Simon und Menk Schüttel und Sängerin Simone de Lorenzi zogen die Zuschauer mit Synthiepop aus den Achtzigern in ihren Bann. Dennoch, es blieb auffällig, dass für einen Freitagabend relativ wenig Musikbegeisterte auf dem Pythonplatz anzutreffen waren. Electro ist eben weder Mundartpop noch französisches Chanson. Dass Letzteres zieht, zeigte sich am Abschlussabend: Der Belgier Frank Michael begeisterte zumindest die zahlreich anwesende Freiburger Damenwelt. Veranstalter zufrieden Für einmal stand bei der 22. Jazz-Parade nicht die Diskussion um das Wetter im Vordergrund, wie der Medienverantwortliche Karl Ehrler bemerkt. «Das letzte Mal, dass das Wetter so gut war, dürfte 2003 gewesen sein», sagt Ehrler. Die bezahlten Eintritte liegen mit 21000 leicht höher als 2009. «Allerdings sind viele Leute früh gekommen und mussten so keinen Eintritt zahlen», erklärt Ehrler. Nach Berechnungen von Organisator Jean-Claude Henguely dürften in den letzten zwei Wochen rund 35000 Zuschauer den Konzerten gelauscht haben. Das Finanzielle ist noch nicht bekannt. Am besten liefen die Mundartabende mit Gustav und Stiller Has, weniger gut der Electro-abend. «Nächstes Jahr gibt es wohl einen dritten Mundart-abend», meint Karl Ehrler, «aber auch ein weiterer Electro-Versuch ist denkbar.» pj/ats >

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