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«Sie sollen Farbe bekennen»

Ausgabe vom 9.November «Kritik an der Verfilzung der Kirche» Bei den Problemen in der Kirchgemeinde Thunstetten geht es nicht um die Kindernachmittage als solche, sondern darum, wer sie gestaltet und wie sie gestaltet werden. Diese Kindernachmittage sind inzwischen eine reine Freikirchenangelegenheit, wo nicht das Spielen und Basteln im Vordergrund steht, sondern die missionarische Sektenarbeit einiger Freikirchenanhängerinnen auf dem Rücken unserer Kinder. Und dies unter dem Decknamen der Landeskirche. Abgesehen von den Räumlichkeiten (KGH) muss die Landeskirche «im Namen der Allianz» auch noch ein Budget zur Verfügung stellen von immerhin rund 1000 Franken. Anstatt ständig nur hinter vorgehaltener Hand zu tuscheln, nennen wir das Kind jetzt einmal beim Namen. Dass sich unser Pfarrerehepaar unter solchen Missständen nicht hinter diese Nachmittage stellen kann, müsste eigentlich jedem einleuchten. Nur unserem Kirchgemeinderat scheint dies ein Rätsel. Da ich an diesen besagten Nachmittagen als Helferin und Landeskirchenmitglied dabei war, hatte ich damals schon mit Herrn Gerber telefonisch wie schriftlich Kontakt aufgenommen, um ihn über diese komischen Andachten, die dort von gewissen Frauen abgehalten wurden, zu informieren. Doch seine Reaktion war für mich sehr überraschend. Ich hätte mich halt vor Ort wehren sollen, wenn mir diese Art nicht passe. Und da frage ich mich, und ich bin überzeugt, ich bin nicht alleine, wie viele in unserem Kirchgemeinderat eigentlich auch noch in einer Freikirche sind, dass sie solche Reklamationen nicht ernst nehmen? Ich war der Meinung, wo Landeskirche draufsteht, sei auch Landeskirche drin. Mein Kind schicke ich auf jeden Fall nicht mehr an solch dubiose Anlässe. Ich fordere die Kirchgemeinderäte auf, endlich Farbe zu bekennen: Wer von euch gehört auch noch einer Freikirche an? Es wäre Anstand, dies mit einer Demission zu klären! Jacqueline RechThunstetten Diverse BZ-Artikel über die kantonale Abstimmung zum Stimmrechtsalter 16 Vor elf Jahren habe ich mich als damaliger Präsident des Jugendparlamentes Oberaargau (JPO) stark in der Jugendpolitik engagiert. Eine unserer Forderungen war die Einführung des Stimmrechtsalters 16 – was die meisten Jugendparlamentsmitglieder unterstützt haben. Wäre die Abstimmung damals gewesen, das JPO hätte sich stark für ein Ja engagiert. Im Jahr 2009 gibt es endlich eine Volksabstimmung. Aber die offizielle Meinung des JPO zur Senkung des Stimmrechtsalters 16 ist knapp ablehnend. Offenbar waren die parteipolitischen Einstellungen der JPO-Mitglieder stärker als ihr Wille, einer langjährigen JPO-Forderung zum Durchbruch zu verhelfen. Die Parole ist etwa so, wie wenn die SVP vor einer Abstimmung zum EU-Beitritt plötzlich ein Ja beschliessen würde. Nun, ich will dem JPO keine ungewünschten Ratschläge erteilen. Trotzdem: Was ich als Jungpolitiker gefordert habe, unterstütze ich mit fast 30 Jahren immer noch: Der Kanton Bern soll das Stimmrechtsalter 16 einführen. Ein Ja würde nichts verändern, ausser dass die Jungbürgerfeiern in Zukunft zwei Jahre früher mit 16 Jahren stattfinden würden. Ein passender Moment, wenn die Jugendlichen den Schritt ins Arbeitsleben machen. Nicht alle Jugendlichen werden an die Urne gehen – wie bei den Erwachsenen –, aber alle politisch interessierten Jugendlichen sollen die Möglichkeit haben mitzuentscheiden. Da parallel zum Stimmrechtsalter 16 die politische Bildung verbessert würde, würden auch mehr interessierte Jugendliche genügend Rüstzeug haben, um eine Meinung zu den Abstimmungsfragen zu entwickeln. Wagen wir den Schritt, stimmen Ja zum Stimmrechtsalter 16 und setzen ein positives Zeichen für die Zukunft des Kantons Bern. Adrian WüthrichGemeinderat Huttwil>

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