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Sicherheit für Frauen

Neue BroschüreBern wird für Frauen und Mädchen noch sicherer: Die Polizei gibt in einer neuen Broschüre Sicherheitstipps für die Bernerinnen.

Mindestens einmal pro Woche gehen bei der Berner Polizei Meldungen von Frauen ein, die in der Öffentlichkeit belästigt worden sind. Seltener melden sich Bernerinnen, die am Arbeitsplatz oder im Internet sexuell angegangen werden – obwohl Fachleute davon ausgehen, dass Frauen dort weitaus häufiger belästigt werden. «Die Hemmschwelle, sich in solchen Fällen bei der Polizei oder bei einer Beratungsstelle zu melden, ist hoch», räumt Stefan Krebs von der Präventionsabteilung der Kantonspolizei ein. Dabei wäre es wichtig, dass sich Frauen unmissverständlich zur Wehr setzen würden. Die Erfahrungen von Ester Meier, der Leiterin des Amts für Erwachsenen- und Kindesschutz der Stadt Bern, zeigen jedoch: «Viele Mädchen und Frauen sind zu sorglos, unwissend und verunsichert. Sie schämen sich, sprechen nicht über solche Fälle und fühlen sich allein gelassen.» Eine neue Broschüre soll das ändern. Bern hat Vorreiterrolle «In der Stadt Bern müssen sich Mädchen und Frauen keineswegs unsicher fühlen», betonte Gemeinderat Reto Nause gestern, als er die Sicherheitstipps für Frauen den Medien vorstellte. Die Gewalt gegen Frauen habe nicht zugenommen. Aber er wolle vorbeugen. Bern ist die erste Schweizer Stadt, die eine solche Broschüre herausgibt. Die Idee und die Grundlage dafür stammen aus Salzburg. «Wir wollen nicht Panik machen, sondern zeigen, wie Frauen und Mädchen mit einfachen Mitteln richtig reagieren können», erläuterte Stefan Krebs das Ziel des Informationshefts. Einer der wichtigsten Tipps lautet: Selbstbewusst auftreten. «Starren Sie mit bösem Blick zurück, wenn ein Mann Sie anstarrt», heisst es etwa. Oder: «Frauen, die selbstsicher auftreten, sind viel weniger gefährdet, angegriffen zu werden.» In den meisten Fällen, so die Erfahrungen der Fachleute, liessen sich Angreifer abschrecken, wenn die Betroffene Widerstand leiste. Die grosse Mehrheit der sexuellen Gewalttaten gegen Frauen begehen allerdings nicht Fremde, sondern Bekannte oder Partner. Auch für diese Fälle hält die Broschüre Tipps und Adressen bereit. Der wichtigste Ratschlag lautet auch in diesem Fall: Gewalttaten nicht verdrängen oder verschweigen, sondern Hilfe suchen. Die Polizei gibt auch spezielle Tipps für Mädchen, ältere Frauen, behinderte Frauen und Ausländerinnen. Esther Diener-MorscherDie Broschüre ist kostenlos erhältlich unter www.bern.ch.>

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