Zum Hauptinhalt springen

Seilziehen dauert an

Die Chaletbesitzer im Naturschutzgebiet am Neuenburgersee haben keine rechtliche Grundlage für die Nutzung ihrer Chalets.

Das Waadtländer Verwaltungsgericht hat die vom Kanton erstellten Naturverträge mit den Ferienhausbesitzern widerrufen. Damit haben die Naturschutzverbände in dem jahrzehntelang dauernden juristischen Seilziehen gepunktet. Sie hatten gegen die Verträge rekurriert. «Das ist für uns ein Sieg. Aber wir wollen das Problem von Grund auf regeln», sagte François Turrian, Leiter der Geschäftsstelle Romandie beim Schweizer Vogelschutz SVS. In dem Naturschutzgebiet Grande Cariçaie am Südufer des Neuenburgersees stehen auf Freiburger Boden über 160 Chalets und auf Waadtländer Boden deren 63. Für die Umweltorganisationen ist der Weiterbestand der Ferienhäuser inakzeptabel. Bereits Ende der 60er-Jahre wurden Uferzonen unter Schutz gestellt. Einige der Ferienhäuser stammen allerdings noch aus den 40er-Jahren. Die Freiburger und die Waadtländer Regierung hatten 2007 eine Verordnung erlassen und den Ferienhausbesitzern Spezialverträge angeboten, in denen Unterhalt und Renovation der Ferienchalets geregelt sind. Vor einem Jahr hatte das Bundesgericht einen Entscheid des Freiburger Kantonsgerichts korrigiert. Das Bundesgericht befand, dass sich die umstrittene Verordnung auf einen Zonenplan stützen müsse. Jean Claude Curchod, Präsident der Vereinigung der Ferienhausbesitzer, zeigte sich wenig überrascht über das Gerichtsurteil. Es gelte nun abzuwarten, was die Kantone Freiburg und Waadt machten. sda/hus>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch