Zum Hauptinhalt springen

Seftigen plant die Zukunft

region ThunSeftigen will die Ortsplanung überarbeiten und die Planung einer Turnhallenerweiterung vorantreiben. Die Rechnung 2010 schliesst mit einem Nettoertragsüberschuss von 75000 Franken.

Der Gemeinderat von Seftigen ist daran, die aus dem Jahr 1990 stammende Orts- und Verkehrsplanung einer Revision zu unterziehen. Diesmal werden, im Gegensatz zur bisher üblichen Revision von Zonenplan und Baureglement, die Entwicklungsziele wie Siedlung, Verkehr und Landschaft in einem kommunalen Richtplan formuliert. Im Gegensatz zum herkömmlichen Zonenplan hat dieses Verfahren den Vorteil, dass nur noch dort und dann eingezont werden wird, wo ein Überbauungskonzept und der Wille zum Bauen vorliegen. Die Einzonungen selber bleiben zwingend der Gemeindeversammlung vorbehalten. Konkret soll auch die mangelhafte Erschliessungssituation südlich der Bahnlinie, das heisst Buchholzstrasse und Zelg, untersucht werden, ebenso die optimale Gestaltung und Nutzung des Dorfkerns. Zusammen mit der BLS und dem kantonalen Tiefbauamt hat die Gemeinde nun zwei Planungsbüros beauftragt, bis im Herbst Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Die Kosten werden zwischen den Beteiligten gedrittelt. Im Gebiet Stampfimatt/Weid leiden Anwohner regelmässig unter Hochwasserschäden. Das Ingenieurbüro Walter Wasem wird sich des Themas annehmen. An der Wirksamkeit einer Sofortmassnahme mit Baumstämmen etwa, wie es der Gemeinderat vorsieht, zweifeln die Anwohner jedoch. Wird Turnhalle erweitert? «Seit Jahren besteht ein Bedürfnis der Vereine und Schulen nach einer zweiten oder der Erweiterung der bestehenden Turnhalle und nach einem grösseren Rasenspielfeld», erklärte Gemeindepräsident Leandro Manazza an der Gemeindeversammlung vom Montag. Eine grobe Schätzung der Kosten für die Erweiterung der Turnhalle beläuft sich auf 3 Millionen Franken. Und weil deswegen für den alten Rasenplatz Ersatz durch ein neues Spielfeld geschaffen werden müsste, würden noch weitere Kosten entstehen. Der Gemeinderat orientierte auch, dass er eine Arbeitsgruppe beauftragt hat, aufzuzeigen, wo in der Zone für öffentliche Nutzung A «Dorf» die einzelnen Anlagen verwirklicht werden könnten. Die Rechnung 2010 der Gemeinde Seftigen schliesst überaus erfreulich ab, wie Finanzverwalter Andreas Burger aufzeigte. Bei einem Nettoaufwand von rund 6,6 Millionen Franken resultierten ein Nettoertragsüberschuss von 75000 Franken und eine Besserstellung von fast 49000 Franken gegenüber dem Voranschlag. «Das gute Ergebnis ist auf Mehrerträge bei den Tagesschulen und den obligatorischen periodischen Steuern und auf Minderaufwand bei der Lastenverteilung, der EL und den harmonisierten Abschreibungen zurückzuführen», hält der Gemeinderat in seiner Botschaft fest. Die Versammlung genehmigte die Rechnung einstimmig, samt einer Zuweisung von 250000 Franken an die Spezialfinanzierung Sport und Freizeit und nichtbudgetierten übrigen Abschreibungen von 385000 Franken. Das Eigenkapital betrug Ende 2010 rund 913000 Franken.Ulrich Krummenacher>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch