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Untersuchung gegen Gerichtsmitarbeiter eingestellt

Am Zivilgericht in Moutier ist während Jahren Geld aus der Kasse verschwunden. Der Hauptverdächtige ist inzwischen verstorben. Die Justiz hat das Verfahren deshalb eingestellt.

js

Im Frühling 2012 erstattete das Obergericht des Kantons Bern als Aufsichtsbehörde der erstinstanzlichen Gerichte Anzeige. Der Verdacht lautete auf Veruntreuung, eventuell Diebstahl. Im Laufe der Untersuchung geriet eine ehemals am Gericht für das Rechnungswesen zuständige Person ins Visier der Ermittler. Der Verdacht begann sich zu erhärten.

Aus einem im Rahmen der Ermittlungen erstellten Revisionsgutachten geht hervor, dass zwischen 2005 und 2011 insgesamt 368'500 Franken aus der Kasse des Zivilgerichts entwendet worden waren. Es handelte sich um Gerichtskostenvorschüsse.

Administrative Fehler

Eine Verkettung verschiedener administrativer Fehler habe diese Entnahmen aus der Kasse möglich gemacht, heisst es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft und der Berner Kantonspolizei.

So hätten etwa Beschriebe über genaue buchhalterische Abläufe gefehlt. Darüber hinaus sei die Buchhaltung auch nicht korrekt und vollständig geführt worden. Wohin das fragliche Geld geflossen ist, bleibt unklar.

Der Hauptverdächtige verstarb Ende 2012 an den Folgen eines schweren Schlaganfalls, wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht.

(SDA)

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