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Lyss, 170,70 Punkte

Neu steht Lyss an der Spitze des Gemeinderatings des Handels- und Industrievereins.

Lyss ist der grosse Sieger im jüngsten Seeländer Gemeinderating des HIV.
Lyss ist der grosse Sieger im jüngsten Seeländer Gemeinderating des HIV.
zvg

Der Lysser Gemeindepräsident Andreas Hegg (FDP) hat am Freitag vorgezogene Weihnachten feiern können. Gleich dreimal erhält er Urkunden und Präsente aus den Händen der Spitzenkräfte des kantonalen Handels- und Industrievereins (HIV). Dermassen reich wird er bedacht, dass zwei Hände dafür nicht ausreichen und er eine Tragtasche ausgehändigt bekommt. Dies sei der Erfolg des ganzen Teams auf der Gemeinde, sagt er, man arbeite stetig am Ziel, eine attraktive und innovative Gemeinde zu sein, «und es freut mich, dass unsere Arbeit nun auf diese Weise belohnt wird».

Lyss ist also der grosse Sieger im jüngsten Seeländer Gemeinderating des HIV. Die Gemeinde steht in zwei Bereichen an der Spitze und holt auch insgesamt mit 170,70 Punkten den Gesamtsieg. Lyss hat damit Lengnau überholt, das beim letzten solchen Rating der Jahre 2015/2016 an der Spitze stand. Wegen leicht veränderter Methodik und einer sanften Anpassung der Fragestellungen sind die beiden Ratings allerdings nicht eins zu eins vergleichbar.

Transparenz und Ansporn

Nun haben Ratings zu Wirtschafts-Standortfaktoren von Gemeinden stets ihre spezifischen Eigenheiten. Einerseits gibt es in der Wirtschaftspolitik viele Bereiche, die auf Gemeindeebene gar nicht beeinflusst werden können, etwa die Geld- oder die Innovationspolitik. Anderseits werden in solchen Ratings jeweils auch Faktoren untersucht, die zwar die Standortgunst mitbestimmen, aber kaum beeinflussbar sind. Dazu gehört beispielsweise die Verkehrsanbindung. Dass das regionale Zentrum im Seeland, die Stadt Biel, in dieser Hinsicht gegenüber Gemeinden wie Rapperswil oder Kallnach obenaus schwingt, ist naturgegeben.

Gleichwohl, so betont es HIV-Direktor Adrian Haas, gebe es Standortfaktoren, bei denen Gemeinden durchaus Gestaltungsspielraum hätten. Diese zu vergleichen, in einem Rating zu spiegeln, so für Transparenz, gegenseitigen Ansporn und allfällige Entscheidungshilfe zu sorgen, das ist das Ziel des Gemeinderatings.

Hohe Steuern überall

116 von 346 angefragten Gemeinden im ganzen Kanton – für die Teilnahme ist eine gewisse Grösse punkto Zahl der Einwohner und Arbeitsplätze nötig – teilen dieses Ziel und haben in der jüngsten Runde des Ratings mitgemacht. Im ganzen Kanton repräsentiert das Rating Gemeinden mit insgesamt über 76 Prozent der Gesamtbevölkerung und über 86 Prozent der Beschäftigten.

Untersucht werden im Benchmarking-Verfahren fünf Bereiche: Steuern und Gebühren; Verkehrsanbindung; Bauen, Reglemente, Flächen; weiche Standortfaktoren sowie Umgebung und Lebensqualität. Die günstigsten Steuern und Gebühren finden Unternehmen in Safnern vor. Was die Steuerbelastung betrifft, schneidet aber der ganze Kanton schlecht ab.

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