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Fehr ist neuer Stadtpräsident – Biel bleibt in roter Hand

Das Bieler Stadtpräsidium bleibt in SP-Hand. Der 42- jährige Sozialdemokrat Erich Fehr folgt auf Hans Stöckli, der Ende Jahr sein Amt abgibt. Fehr liess im zweiten Wahlgang vom Sonntag seine Konkurrentin Barbara Schwickert (Grüne) hinter sich zurück.

Strahlender Sieger: Erich Fehr ist der neue Bieler Stadpräsident.
Strahlender Sieger: Erich Fehr ist der neue Bieler Stadpräsident.
Lukas Lehmann, Keystone

Fehr erhielt 5041 Stimmen, Schwickert kam auf 4384. Dabei hatte sich die Ausgangslage spannend präsentiert: Fehr hatte im ersten Wahlgang Ende November lediglich einen kleinen Vorsprung von 71 Stimmen auf Gemeinderätin und Sicherheitsdirektorin Schwickert herausgeholt.

Im zweiten Wahlgang sicherte sich nun Fehr aber 53,49 Prozent der Stimmen, Schwickert erhielt 46,51 Prozent. Die Stimmbeteilung betrug 32,4 Prozent.

Freude trotz Heiserkeit

Er freue sich, dass sieben Wochen Wahlkampf vorüber seien und danke seiner Partei für die Unterstützung, sagte ein heiserer Erich Fehr nach der Bekanntgabe der Resultate. Seine Stimme sei lädiert, weil er den Wahlkampf trotz Schnees und eisiger Kälte auch im Freien geführt habe, fügte er an.

Fehr betonte, er wolle nicht nur der Stadtpräsident jener sein, die ihn gewählt hätten. Er sei auch für die anderen Bielerinnen und Bieler da. Zu seinem Erfolgsrezept zählte er, dass er zwar für sozialdemokratische Werte stehe, aber auch eine grosse Affinität zu Wirtschaftsfragen habe.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Stadtpräsident in Biel Fehr heisst. Vor dem abtretenden Hans Stöckli war Hermann Fehr, der Vater des neuen Stadtoberhaupts, zwischen 1977 und 1990 schon in diesem Amt tätig. Von seinem Vater habe er Grundwerte und das Interesse für die Politik übernommen, sagte Erich Fehr dazu.

Eine grosse Ehre und gleichzeitig auch eine riesige Herausforderung sei es, in die Fussstapfen Stöcklis zu treten, sagte Fehr vor den Medien. Stöckli war 20 Jahre lang Bieler Stadtpräsident. Zu den grössten Baustellen, die Fehr erwarten, zählen etwa die «Stades de Bienne» und die A5-Umfahrung.

Von Stöckli könnte Fehr im Gemeinderat die Finanzdirektion erben. Dies dürfte ihm als derzeitigen Vorsteher für die Region Seeland der Steuerverwaltung des Kantons Bern in Biel auch liegen.

Deutlicher Sieg

Die Bielerinnen und Bielerinnen mussten am Sonntag nicht nur über das Stadtpräsidium abstimmen. Es ging auch im die Frage, wer Stöcklis Sitz als vollamtliches Mitglied im achtköpfigen Gemeinderat erben sollte. Zur Auswahl standen hier im zweiten Wahlgang die zu diesem Zeitpunkt nebenamtlichen Gemeinderäte Fehr sowie Silvia Steidle von den Welschfreisinnigen.

Fehr musste dieses Duell zwingend gewinnen, um überhaupt auf das Stadtpräsidium Anspruch erheben zu können. Stadtoberhaupt kann in Biel nämlich nur werden, wer vollamtliches Mitglied in der Exekutive ist. Diese besteht aus vier voll- und vier nebenamtlichen Mitgliedern.

Fehr setzte sich in dieser Ersatzwahl deutlich durch; er erzielte 5992 Stimmen, während Steidle lediglich auf 3454 Stimmen kam.

SDA/asu

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