Zum Hauptinhalt springen

Esplanade: Biel baut teure Wohnungen in der Stadt

Mitten in der Stadt Biel entsteht auf einem alten Industrieareal ein grosser, öffentlicher Platz mit Esplanade. Den Nordabschluss bildet ein etappierbares Bauprojekt mit rund 200 Wohnungen.

Projekt Papillon gewinnt: So stellt sich das Zürcher Architekturbüro Graber Pulver die Überbauung an der Esplanade Nord in Biel vor.
Projekt Papillon gewinnt: So stellt sich das Zürcher Architekturbüro Graber Pulver die Überbauung an der Esplanade Nord in Biel vor.
zvg

Im Rahmen eines Wettbewerbs wurde das Siegerprojekt erkoren. Es nennt sich Papillon und stammt von den Architekten Graber und Pulver mit Büro in Zürich und Bern, wie die Stadt Biel am Dienstag mitteilte.

Die Esplanade dürfte schweizweit einer der grösseren Plätze sein, die an so zentraler Lage entstehe, betonte der Bieler Stadtpräsident Erich Fehr am Dienstag vor den Medien in Biel.

Höher bauen

Die Dimension der grosszügigen Freifläche macht ein Planung nicht eben einfach. Damit die Proportionen zwischen den Gebäuden am Nordabschluss und dem rund 300 Meter langen Platz stimmen, sollen die Gebäude sechs Meter höher gebaut werden als bisher erlaubt.

Dazu braucht es eine Zonenplanänderung, die den Bielerinnen und Bielern Ende 2014 zur Abstimmung vorgelegt werden soll.

Das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs geht von zwei Baufeldern aus, die in Etappen realisiert werden können. Das Erdgeschoss der beiden Gebäude ist als Arkade ausgestaltet. Darüber sind vier Stöcke mit Wohnungen geplant. Den Abschluss macht ein Doppelattikageschoss.

Entstehen sollen rund 200 Miet- und Eigentumswohnungen. In einem der beiden Gebäude ist auch eine Hotelnutzung vorgesehen.

Die neue Überbauung soll nicht zuletzt auch gute Steuerzahler nach Biel bringen. Sie entspricht damit den Bestrebungen der Stadt, eine bessere soziale Durchmischung zu erzielen und gute Steuerzahler anzulocken.

Baustart 2015

Wenn alles wie geplant läuft, dann soll nach der Volksabstimmung Ende 2014 das Baugesuch eingereicht werden. Die erste Etappe könnte dann voraussichtlich im Frühling 2015 in Angriff genommen und zwei Jahre später abgeschlossen werden.

Das gesamte Investitionsvolumen von privater Seite und öffentlicher Hand beträgt nach Angaben des Bieler Stadtpäsidenten Erich Fehr gegen 200 Millionen Franken. Die Stadt kommt unter anderem für die Sanierung von Altlasten auf. Sie stammen aus der Zeit, als auf dem Areal das örtliche Gaswerk stand.

Aus den Gaswerk-Zeiten stammt auch noch der sogenannte Gaskessel, indem das autonome Jugendzentrum zuhause ist. Das Bauwerk soll saniert werden. Östlich davon entsteht ein Park. Unter dem Areal ist ein unterirdisches Parkhaus mit 500 Parkplätzen geplant.

Ursprünglich hätte die Stadt auf dem Esplanade-Areal ein neues Verwaltungsgebäude bauen wollen. Doch darauf verzichtete sie schliesslich aus Spargründen.

SDA/tan

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch