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Der Selbsttest: 24 Stunden haushalten ohne Strom

Was wäre, wenn von heute auf morgen kein Strom mehr fliessen würde? BZ-Mitarbeiter Thomas Uhland aus Lyss hat den Selbstversuch gewagt: 24 Stunden ohne Strom. Und ist dabei um vier Erkenntnisse reicher geworden.

Der Tag beginnt mit einem Lächeln. Mein Wecker funktioniert elektrisch, und Strom ist heute tabu. Ich bleibe also ein wenig länger liegen. Nach einigem gemütlichen Räkeln bequeme ich mich dann doch, das Bett zu verlassen, und begebe mich gewohnheitsgemäss unter die Dusche. Mein Wasser wird zwar vorbildlich auf dem Dach vom Sonnenkollektor aufgewärmt. Doch die Steuerung wird natürlich elektrisch betrieben und bleibt deshalb ausgeschaltet. Noch muss ich also nicht kalt duschen, doch ich werde meinen erwachsenen Sohn Jonas auffordern, nur wenig Warmwasser zu brauchen, damit es für den Abwasch von Hand auch noch reicht.

Der elektrische Kochherd bleibt heute aus, das ist klar. Auch die elektrische Espressomaschine hat heute frei. Glücklicherweise bin ich campingmässig mit einem Hobo-Kocher ausgerüstet. Erfunden haben ihn die Hobos, die nordamerikanischen Wanderarbeiter des 19.Jahrhunderts. Mit ihm lässt sich hocheffizient mit Holz kochen. Draussen auf dem Gartensitzplatz gelingt es mir, in zwei Minuten zwei Tassen Wasser zum Kochen zu bringen. Auch die Bomba – unsere italienische Alukaffeemaschine – funktioniert einwandfrei.

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