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Biel und Nidau trennen bei A5 Nötiges von Wünschbarem

Beim Bau des Westasts der A5-Umfahrung von Biel wollen die Städte Biel und Nidau die Neugestaltung der Autobahnumgebung auf das Notwendige beschränken. Sie haben den städtebaulichen Richtplan angepasst.

Biels Stadtpräsident Erich Fehr.
Biels Stadtpräsident Erich Fehr.
Enrique Muñoz Garcia

Konkret betrachten künftig Biel und Nidau nur noch die der geplanten Autobahn sehr nahen Areale als Gebiet, «in welchem zur städtebaulichen Integration der Autobahn eine umfassende Neustrukturierung erforderlich ist» (Sektor A).

In den etwas weiter entfernten Gebieten (Sektor B) hingegen ist eine solche städtebauliche Restrukturierung nur noch «wünschbar».

Der Bieler Stadtpräsident Erich Fehr sagte am Dienstag bei der Vorstellung der Mitwirkungsergebnisse vor den Medien in Biel, damit reagierten die Behörden auf die immer wieder geäusserte Kritik, dass die beiden Städte mit der Autobahn auch gleich die Quartiere neu gestalten wollten.

Nun werde eine «Konzentration der städtebaulichen Einflussnahme» stattfinden. Diese Konzentration ist für die Grundbesitzer insofern von Bedeutung, als der Sektor A voraussichtlich jenem Gebiet entsprechen wird, wo Enteignungen möglich sind.

59 Eingaben zum Richtplan

An der Mitwirkung zum städtebaulichen Richtplan zur Integration der A5 ins bestehende Siedlungsgebiet nahmen 59 Parteien, Organisationen, Firmen und Privatpersonen teil. Die Rückmeldungen fielen laut den Behörden überwiegend positiv auf.

Zwei weitere Änderungen am Richtplan nehmen die Bieler und Nidauer Behörden aufgrund der Eingaben nun vor: Die Aussagen zum Langsamverkehr werden so angepasst, dass letzterer noch besser zur Geltung kommen soll. Zudem verzichten die Behörden, im Richtplan eine Vorgabe zur zulässigen Geschosszahl von Hochhäusern zu machen.Die Mitwirkung fand schon im vergangenen Jahr statt - gemeinsam mit jener zum wichtigsten Planungswerk des Baus des A5-Westasts, dem Generellen Projekt. Die Resultate dieser Mitwirkung haben Kanton Bern und die Städte Biel und Nidau bereits im März 2013 vorgestellt.Damals gaben sie bekannt, dass der sogenannte Weidteiletunnel um 30 Meter Richtung Bahnhof Biel verlängert wird. Auch hiess es, dass der halb in die Erde versenkte Weidteile-Tunnel noch etwas weiter in die Erde gesetzt wird. Diese Änderungen sind nun in den angepassten städtebaulichen Richtplan eingeflossen.

Der Plan soll den A5-Westast so gut wie möglich in die bestehenden Quartiere einfügen. Laut dem Bieler Stadtplaner François Kuonen ist bisher in der Schweiz im Autobahnbau erst einmal eine solcher städtebaulicher Richtplan ausgearbeitet worden: Für die Tangente Nord in Basel.

Der Richtplan geht nun an das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern zur Vorprüfung.

Gebaut wird etwa ab 2019

Der A5-Westast wird ab etwa 2019 gebaut und soll vom Brüggmoos via Nidau bis zum Punkt führen, wo die Jurahänge an den Bielersee stossen. Die weitgehend unterirdisch geführte Nationalstrasse soll ab etwa 2030 Nidau und Biel vom Durchgangsverkehr entlasten.

Zusammen mit dem A5-Ostast wird mit dem Westast eine der letzten Lücken im Schweizerischen Nationalstrassennetz gefüllt. Der Ostast ist im Bau und wird voraussichtlich 2017 eröffnet.

SDA/mas

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