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Bevölkerung bestimmt über Kiesabbau

Das Seeländer Kies- und Betonwerk Hurni will ab 2017 im «Challnechwald» bei Kallnach Kies abbauen.

Kiesabbau in Kallnach – Nun kann sich die Bevölkerung ein Bild davon machen, was konkret geplant ist und sich im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung einbringen. Am 29. April findet in der Mehrzweckhalle ein öffentlicher Informationsanlass statt. Die Mitwirkung startet am kommenden Montag und dauert bis am 22. Mai, wie die Kallnacher Behörden und die Hurni Kies- und Betonwerke AG am Donnerstag mitteilten.

Auf Erschliessung angewiesen

Trotz der Zunahme von wiederverwertbaren Baustoffen seien die Kies- und Betonwerke auf die Erschliessung neuer Kiesvorkommen angewiesen, begründen die Verantwortlichen das Projekt.

Beim Sutzer Familienunternehmen Hurni beträgt der Anteil an Recyclingmaterial nach eigenen Angaben etwa die Hälfte. Die bewilligten Reserven des Unternehmens in den Kiesgruben von Finsterhennen und Walperswil reichen noch für rund zehn Jahre.

Drei Millionen Kubikmeter

Im «Challnechwald», auf dem Boden der Burgergemeinde Kallnach, orteten die Verantwortlichen ein 22,5 Meter mächtiges Kiesvorkommen. Dies sei überdurchschnittlich, halten sie in ihrer Mitteilung fest. In einem Gebiet von 13,7 Hektaren in der Mitte des Waldes will die Hurni AG rund drei Millionen Kubikmeter Kies gewinnen.

Für die neue Kiesgrube im «Challnechwald» soll eine kommunale Überbauungsordnung erlassen werden. Nach dem Abbau ist geplant, die Grube wieder mit sauberem Aushub zu füllen und das Areal aufzuforsten.

65 Lastwagenfahrten täglich

Das gewonnene Kies muss die Hurni AG von Kallnach an ihren Standort nach Sutz transportieren. Ein Abtransport per Bahn wurde erwogen, aber verworfen. Eine Bahnlösung wäre kompliziert, aufwändig und ökologisch nicht vorteilhaft, schreiben die Verantwortlichen auf der schreiben die Verantwortlichen auf der Projekthomepage.

Sie rechnen damit, dass die Kiesgrube zu einem durchschnittlichen täglichen Verkehr von 65 Lastwagenfahrten führt. Der heutige Verkehr durch Kallnach beziffern die Projektverantwortlichen mit gut 5000 Fahrzeugen.

SDA/mb

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