Zum Hauptinhalt springen

Scott Sutter will mit YB noch mehr Fahrt aufnehmen

FussballYB möchte morgen im Heimspiel gegen Zürich

Es hat gerade noch gereicht für Scott Sutter. An einem der letztmöglichen Daten hat der YB-Verteidiger gestern im im Fahrzentrum Lyss den zweiten Weiterbildungskurs besucht, den jeder Neulenker spätestens drei Jahre nach der praktischen Prüfung absolviert haben muss. Statt wie seine Teamkollegen am freien Tag ein wenig die Sonne zu geniessen, war Sutter deshalb den ganzen Tag damit beschäftigt, seine Fahrkünste aufzufrischen. «Ich habe den Termin immer weiter hinausgeschoben. Es ist ein wenig knapp geworden, aber jetzt habe ich es hinter mir», sagt er und lacht. Obwohl sein Termindruck in dieser Woche damit noch grösser geworden wäre, trauert er noch immer ein wenig dem verpassten Länderspiel mit der Schweiz in Malta nach. Zu gerne wäre der 24-Jährige beim Testspiel dabei gewesen. Trainer Ottmar Hitzfeld hatte den zweifachen Nationalspieler anders als seine Teamkollegen Marco Wölfli, David Degen und François Affolter diesmal jedoch nicht aufgeboten. «Im Nachhinein ist es nun vielleicht besser so», sagt er mit Blick auf die sehr schwache Leistung der Schweizer beim 0:0 und die Kritik, mit der die Nationalspieler und ihr Coach danach konfrontiert wurden. Freude über gelungenen Start Und so galt Sutters Konzentration unter der Woche – neben dem Fahrkurs – der Partie morgen gegen den FC Zürich. Es ist das Spitzenspiel der Runde. Mit einem Sieg können die Young Boys, derzeit Tabellenvierte, auf drei Punkte an die zweitplatzierten Zürcher herankommen und sich an die Spitze herantasten. Die Statistik spricht für die Berner, die zu Hause seit Mai 2007 nicht mehr gegen den FCZ verloren haben. «Zürich ist eine Mannschaft, die wie wir attraktiven Fussball zeigen will und die mitspielt. Das kommt uns entgegen», sagt Sutter. Vor 14 intensiven Tagen Das 5:1 in Bellinzona letzten Sonntag habe ihm und der Mannschaft Selbstvertrauen verliehen, ist der englisch-schweizerische Doppelbürger überzeugt. «Wir waren nach den vielen Diskussionen in der Winterpause froh, ging die Saison endlich weiter. In Bellinzona konnten wir dann endlich wieder einfach nur Fussball spielen.» Und im Gegensatz zur Vorrunde sei den Young Boys jetzt ein guter Start gelungen. Die Meinung, die Tessiner hätten keinen echten Gradmesser dargestellt, teilt er nicht: «Die Aufgabe in Bellinzona ist immer besonders schwierig. Es ist eine lange Reise, das Stadion ist speziell – die Umstellung für uns ist enorm. Das hat man in der Vorrunde gesehen, als uns dort überhaupt kein gutes Spiel gelang und wir 1:2 verloren.» Die Begegnung mit Zürich stellt den Auftakt dar zu zwei höchst anspruchsvollen Wochen für Sutter und Co. Am Donnerstag empfangen sie das russische Spitzenteam Zenit St.Petersburg zum Hinspiel im Europa-League-Sechzehntelfinal. Es folgt am übernächsten Sonntag das Derby in Thun und danach die Reise ans Rückspiel in St.Petersburg. Kurz nach der Rückkehr findet das Heimspiel gegen Xamax statt. Vor allem die Spiele gegen Zenit könne er kaum erwarten, sagt Sutter, der im Sommer 2009 von GC zu YB stiess. Die Auftritte in der Champions-League-Qualifikation und in der Europa League gehörten zum Prägendsten, was er in seiner Karriere erlebt habe. «Diese Partien werde ich wohl nie mehr vergessen.» Das europäische Abenteuer darf seiner Meinung nach also ruhig noch weitergehen. Mit einem Sieg gegen den FC Zürich wollen er und seine Teamkollegen morgen den Grundstein legen zu möglichst erfolgreichen Tagen.Alexander Wäfler>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch