Zum Hauptinhalt springen

Schulkinder reisen in die Welt ihrer Grosseltern zurück

Wie lebten die Grosseltern? Das wollten Langenthaler Kinder wissen. Der Ferienpass nahm sie mit auf eine Reise in die 50er-Jahre.

Julian musste es erst entdecken: Die mechanische Schreibmaschine seiner Grosseltern machte keinen automatischen Zeilenumbruch. Man musste Wagen und Zeilenschaltung von Hand bedienen . Eine neue Erfahrung für junge Menschen, die zu Hause längst einen Computer haben. Revolutionärer Rock’n’Roll Zwölf Kinder zwischen 8 und 14 Jahren nahmen an der Reise in die 1950er-Jahre im Museum Langenthal teil. Rudolf Baumann, der das Museum betreut und der die Ausstellung aufgebaut hat, zeigte den jungen Menschen, wie die Welt ihrer Grosseltern in den 50er-Jahren ausgesehen und wie sie getönt hatte. Auf der Orgel spielte ihnen Ruedi Baumann «Sail Along Silvery Moon» von Billy Vaughn vor, aber auch Bill Haley’s «Rock Around the Clock». Als das Fernsehen aufkam Schwer vorstellbar, dass diese Musik damals revolutionär war. So revolutionär, dass sie im damaligen Radio Beromünster nicht gespielt werden durfte. Ebenso revolutionär wie der Rock’n’Roll waren damals die erste elektrische Nähmaschine Elna, die ersten Schwarzweissfernseher, das erste Micky-Maus-Heft in deutscher Sprache und die Einführung von Coca-Cola in der Schweiz. Und das erste Töffli auf unseren Strassen war das Velosolex, oft verspottet als «Solofelix», dem bis heute Tausende folgten. Die Kinder blieben vor Staunen stumm. Noch mehr aber staunten etwa Jan, Janis, Michelle und Aline über die Art, wie ihre Grosseltern in der Schule Hefte führen mussten oder wie mit Riesenstempeln Landkarten ins Geografieheft gestempelt wurden. Jan fand das Schreiben auf der alten Schreibmaschine lustig, Jannis und Aline die Rechenmaschine kompliziert. Was ist ein «Käse-Igel»? Fröhlich ging es dann aber zu, als mit den alten Figuren Tipp-Kick-Fussball und andere Spiele gespielt werden durften. Oder als im obersten Stock des Museums ein «Käse-Igel» zusammengestellt wurde – eine halbe Grapefruit also, auf die mit Zahnstochern leckere Käsestückchen oder Oliven gespiesst wurden. Der Partyhit der 50er-Jahre schmeckt auch heute noch. Eduard Nacht >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch