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Schüler: Grosse Trauer ohne Worte

BielDie Schüler des Collège des platanes in Madretsch sind gestern aus dem Skilager im Wallis nach Biel zurückgekehrt. Die Kinder benötigen jetzt Zeit, den Verlust ihrer

Dieses Skilager werden die Schülerinnen und Schüler von vier Klassen des Collège des platanes in schrecklicher Erinnerung behalten. Eine Mitschülerin der 7.-Klässler ist am Donnerstag derart unglücklich vom Skilift gestürzt, dass sie sich dabei tödliche Verletzungen zuzog. Der Unfall ereignete sich am Skilift Les Arpilles in der Nähe von Evolène im Kanton Wallis. Wie die Walliser Kantonspolizei gestern Abend mitteilte, stürzte das Mädchen gemäss ersten Zeugenaussagen kurz vor der Bergstation des Tellerliftes in einem steilen Hang. Es glitt entlang der Spur des Skiliftes und prallte gegen einen Skiliftmast, der mit einer Matratze geschützt war. Beim ersten Aufprall verlor die Skifahrerin den Helm. Sie rutschte weiter und schlug mit ihrem Kopf gegen den Betonsockel eines weiteren Mastes. Dieser Betonsockel war nicht mit einer Schutzmatratze versehen. «Kinder waren sehr gefasst» Weshalb das Mädchen vom Lift gefallen ist und warum der Sockel nicht gepolstert war, ist jetzt Gegenstand der Abklärungen, welche die Walliser Untersuchungsbehörden eingeleitet haben. Nach Auskunft von Peter Walther, Leiter Schule und Sport der Stadt Biel, sind die Kinder gestern nach Biel zurückgekehrt. In der Aula des Collège des platanes hätte die Lagerequipe sowie ein Team der städtischen französischsprachigen Erziehungsberatung (SPE) und des kantonalen Careteams mit Eltern und Schülern darüber geredet, was passiert ist. «Die Kinder waren sehr gefasst, gemessen an dem, was geschehen ist», sagte Walther. Es habe grosse Trauer geherrscht, und manche hätten auch geweint. «Es gibt keine Worte, diese Trauer auszudrücken», so Walther, dessen persönliche Betroffenheit seiner Stimme anzuhören war. Zeit für Trauerarbeit Die Psychologen hätten gestern die Eltern darauf aufmerksam gemacht, worauf sie in der nächsten Zeit bei ihren Kinder achten müssten, so Walther: Wichtig sei, dass sich die Eltern Zeit nehmen für ihre Kinder und dass sie akzeptieren, dass es Zeit braucht, die Trauer zu verarbeiten. Das Care-team war dabei, als die Polizei den Eltern die Nachricht vom tödlichen Unfall ihrer Tochter überbracht hat. Noch am selben Tag des Ereignisses sind die Schülerinnen und Schüler laut Walther von einem Careteam des Kantons Wallis betreut worden. Der Schulanfang übernächste Woche wird laut Peter Walther mit Hilfe von Psychologen vorbereitet. Speziell die Mitschüler des verunfallten Mädchens benötigten genügend Zeit für Trauerarbeit. Brigitte Jeckelmann >

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