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Schrottbauer geht jetzt vor Gericht

Nächste Szene im Theater um den Mättenfeldhof in Steffisburg. Der Schrott-Bauer will nicht aufräumen und zieht vor Gericht.

Es war zu erwarten: Der Betreiber des Mättenfeldhofs in Steffisburg akzeptiert die Order, auf seinem Landwirtschaftsbetrieb Ordnung zu schaffen, nicht. Er zieht vor Gericht, wie Recherchen dieser Zeitung ergeben haben. Die Gemeinde Steffisburg hatte Ende 2009 mit einer Wiederherstellungsverfügung von ihm verlangt, die Liegenschaft aufzuräumen und wieder in einen rechtmässigen Zustand zu bringen. Zudem legte die Gemeinde ein Nutzungskonzept fest (wir haben berichtet). Abfuhr beim Kanton Doch gegen diese Vorgaben führte der Betreiber Beschwerde bei der kantonalen Baudirektion – und erlitt im vergangenen Juli eine Abfuhr. Die Baudirektion (BVE) hat die Beschwerde abgewiesen. «Die Verfügung der Gemeinde Steffisburg wurde vollumfänglich gestützt», sagte damals Claudia Geiger, seitens der BVE für den Fall zuständig, gegenüber dieser Zeitung. Damit wäre der Weg eigentlich frei gewesen, den Hof im Mättenfeld endlich wieder in rechtmässigen Zustand zu versetzen. Seit Jahren lagert der Betreiber dort verschiedenste Maschinen, Fahrzeuge, Ersatzteile, Materialien und dergleichen. Bereits 1990 hatte die Gemeinde Steffisburg die Räumung des Areals verfügt und später auch durchgesetzt. Da erneut unhaltbare Zustände festgestellt wurden, ist die Gemeinde nun wieder aktiv geworden. Das selbe Spiel, wie einst Dass der Landwirt das Verfahren an das bernische Verwaltungsgericht weiterzieht, ist trotzdem nicht ganz überraschend. Schon bis zur Durchsetzung der ersten Räumungsverfügung in den 90er-Jahren war ein Gang durch die Instanzen bis vor Bundesgericht nötig. Damals dauerte es drei Jahre, bis allein alle Prozesse abgeschlossen waren. Immerhin zeigt sich der gleiche Landwirt bei seinem zweiten Hof, den er in Horrenbach-Buchen besitzt und auf dem vergleichbare Zustände herrschen, scheinbar einsichtig: Er hat jüngst eine Vereinbarung mit den örtlichen Behörden unterzeichnet. Damit verpflichtet er sich, sein Grundstück in Horrenbach-Buchen von den zahlreichen ausrangierten Vehikeln zu säubern. Als Frist wurde ihm der 30.September gesetzt. maz>

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