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Schön, aber auch brutal

INNERERIZAn der Evolener-Schau zeichnete sich ein erheblicher Zuchtfortschritt ab. Zu bestaunen waren sowohl die schönen Tiere wie auch die brutalen Kuhkämpfe.

Der vor zehn Jahren neu gegründete Evolener-Zuchtverein Schweiz (EZV) hat sich zum Ziel gesetzt, die wohl älteste Rindviehrasse durch eine planmässige Zucht zu erhalten. Dies scheint dem noch jungen Verein zu gelingen. Der enorme Zuchtfortschritt der rund 40 aufgeführten Kühe, Rinder und Stiere vermochte am Wochenende die Schauexperten Willy Biner, Mario Gottsponer, beide aus dem Wallis, sowie Hugo Raaflaub aus Gstaad zu überzeugen. «Stark in ihrer Qualität verbessert haben sich sowohl die Muskulatur, das Fundament wie auch die Euterform und -beschaffenheit», äusserten sich die Schauexperten einhellig. Vor allem als Mutterkühe Ebenfalls gelobt wurden die Präsentation der Tiere und der gut vorbereitete Schauplatz bei der Erizer-Geisseggbrücke. Von einer Milchkontrolle wird vorerst abgesehen. Dies hauptsächlich, weil die meisten Evolener als Mutterkühe gehalten werden. Beurteilt werden die Tiere nach den Schemen für das Grauvieh. Weil es sich um eine vor dem Aussterben bedrohte Viehrasse handelt, wird der EZV durch die Pro Specie Rara (schweizerische Stiftung für die kulturhistorische und genetische Vielfalt von Pflanzen und Tieren) unterstützt. Aktuell werden in der Schweiz 450 Evolener von 72 Tierhaltern gehalten, Tendenz steigend. Das Evolener Rind ist eine anspruchslose und bergtüchtige Rasse. Gegenüber den Eringern scheint die Kampfeslust etwas geringer zu sein. Anno 1859 wurden die Evolener, die ihren Namen dem Val d’Hérens (Eringertal) verdanken, erstmals schriftlich erwähnt. Damals wurden sie noch mit den Eringern gleichgestellt. Aufgrund der behördlich verlangten Einfarbigkeit schlugen die Evolener-Züchter eigene Wege ein. Erwin Munter>

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