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SBB lassen sich Modernisierung des Bahnhofs Olten 27 Millionen kosten

Der Bahnof Olten soll moderner und attraktiver werden. Die SBB investiert dafür 27 Millionen Franken. Bis Ende 2009 werden Perrons und die Personenunterführung neu gestaltet und die Gebäude auf dem Inselperron renoviert.

Mit einem symbolischen Spatenstich wurden am Mittwoch die Bauarbeiten gestartet. Für Olten sei ein repräsentativer und kundenfreundlicher Bahnhof zwingend, sagte Hansjörg Hess, Leiter SBB Infrastruktur. Mit einer Frequenz von 80'000 Personen täglich gehöre Olten zu den 20 grössten Bahnhöfen der Schweiz.

Mit der Nord-Süd- und Ost-West-Achse kreuzen sich in Olten die beiden wichtigsten Transversalen der Schweiz. Für die SBB sei es deshalb immer klar gewesen, den Bahnhof mit der typischen Insellage weiterhin als Knotenbahnhof in den Planungen für die künftige Ausgestaltung des SBB-Netzes zu berücksichtigen.

Laut Werner Dähler, Leiter Projekt-Management der Region Olten, werden bis November 2009 etappenweise die Perronanlagen der Geleise 4 bis 12 auf das heute gängige Niveau angepasst. Damit die 1100 Züge ein-, aus und durchfahren können, werden die Perrons während der Nacht umgebaut.

Offener und attraktiver gestaltet wird der Aufgang zum Inselperron. Die Personenunterführung Martin-Diteli wird neu durch zwei Treppen erschlossen.

Vollständiges Grundangebot

Die Bahnhofgebäude werden baulich aufgefrischt und mit neuen Nutzungen ergänzt. Ziel sei ein Bahnhof mit einem vollständigen Grundangebot an SBB-Dienstleistungen und kommerziellen Angeboten, sagte Dähler.

Das dritte Bauvorhaben betrifft den Hauenstein-Basistunnel, wo vier der insgesamt 16 Weichen erneuert werden. Der Tunnel wird vom 1. - 3. November für jeglichen Zugsverkehr gesperrt. In dieser Zeit werden rund 3200 Tonnen Schotter angliefert und abtransportiert.

Der Bahnhof Olten stammt aus dem Jahr 1903. Die erste Bahnlinie Aarau - Olten - Emmenbrücke eröffnete die Centralbahn bereits 1856. Noch heute erinnert der Kilometer-Null-Stein auf Gleis 12 an die eisenbahnstrategisch wichtige Lage von Olten. Von diesem Stein aus wurde ursprünglich das gesamte Schweizer Eisenbahnnetz vermessen.

Wichtig für Olten

Die Eisenbahn habe die Dreitannnenstadt in den letzten 150 Jahren geprägt und spiele auch heute noch eine grosse Rolle, stellte der Oltner Stadtpräsident Ernst Zingg fest. Täglich pendelten rund 15 000 Personen nach Olten zur Arbeit. Mit 1800 Arbeitsplätzen sei die SBB nach wie vor der grösste Arbeitgeber.

Wichtig sei der öffentliche Verkehr aber auch für die künftige Entwicklung. Ziel der Stadt sei es, zum wichtigsten Standort für zentrale Dienste für die ganze Schweiz zu werden. Dazu gehöre auch ein zeitgemässer und attraktiver Bahnhof.

SDA/mus

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