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Rückkehr für die Massen

Julien Sprunger ist bei etwa 80 Prozent seines Leistungsvermögens angelangt, seine Präsenz für Gottéron dennoch wichtig.

Gottéron befindet sich auf Bergfahrt. Der Triumph über den SC Bern war der sechste in Serie, die Halle ausverkauft, der Lärmpegel hoch. Nach dem vorentscheidenden Penaltytreffer des Kanadiers Serge Aubin johlte die Anhängerschaft, als hätten die Saanestädter soeben eine Playoffserie gewonnen. Ausserordentlichen Zuspruch erhielt Julien Sprunger, welcher seine dritte Partie bestritt, gegen die Berner indes erstmals ohne Skorerpunkt blieb. Bei ungefähr 80 Prozent sei er angelangt, sagte der mutmasslich begabteste Stürmer mit Schweizer Pass. Die Begeisterung der Massen ist nicht zuletzt mit seiner Rückkehr verbunden. Sprunger ist im Verein gross geworden, bereits in jungen Jahren zum Publikumsliebling avanciert. Sechseinhalb Monate sind vergangen, seit die Identifikationsfigur der Freiburger in der WM-Partie gegen die USA nach einem Check von David Backes mit dem Nacken in die Bande prallte. Noch ist Sprunger nicht der Alte, noch stürzt er sich nicht bedingungslos ins Getümmel, noch fehlt ihm jene Souplesse, welche seinen Namen in die Notizbücher der Scouts gebracht hat. Die Zurückhaltung ist insofern wenig erstaunlich, als der Hüne in seiner Karriere bereits sieben Hirnerschütterungen erlitten hat. Zweimal bot sich dem begabten Rechtsausleger die Möglichkeit, Marco Bührer zu bezwingen; zweimal behielt der Berner die Oberhand. Spektakel war dennoch angesagt, wenn der 23-Jährige auf dem Eis stand. An der Seite von Andrei Bykow und Corsin Casutt liess er seine Qualitäten gelegentlich aufblitzen. Das Trio überzeugte durch temporeiche Angriffe, es stellte die bernischen, mitunter aber auch die eigenen Abwehrreihen vor Probleme. Benjamin Plüss, letztjähriger Partner des Duos Bykow/Sprunger, ist rekonvaleszent, die Abstimmung noch längst nicht perfekt. Was nicht ist, dürfte noch werden. Es überraschte nicht, sollte die Formation in den Begegnungen mit dem EHC Biel vom Freitag und Samstag auch in Sachen Effizienz das Sonntagsgesicht zeigen – und damit die Talfahrt der Seeländer beschleunigen.mjs>

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